Schüler als "Eisbrecher"?
Sollen Schüler ihren Schulhof selber von Eisplatten befreien?
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Die Drähte der neuen Eis-Hotline der Stadtreinigung laufen heiß: Schon in den ersten vier Stunden haben gut 12.500 Hamburger vereiste und nicht gestreute Flächen gemeldet. Allerdings haben die 55 Mitarbeiter gerade mal 1.500 Anrufer annehmen können. Auch auf manchem Hamburger Schulhof ist es extrem glatt. Die Hausmeister oder private Streudienste sind fürs Räumen zuständig - und kommen offensichtlich nicht hinterher. Deshalb hat ein fleißiger Amtsleiter der Schulbehörde alle Schulen der Stadt angeschrieben mit dem Vorschlag, die Schüler während des Unterrichts für den Räumdienst mit einzuspannen.
Nachfrage bei Brigitte Köhnlein, Sprecherin der Schulbehörde: Wird "Eisklopfen" jetzt vorübergehend Unterrichtsfach? „Das ist ja nur eine Anregung über die man nachdenken könnte, wenn das sinnvoll erscheint und die Situation es erfordert, dass vielleicht Schüler motiviert werden, mit anzupacken. Es ist keinesfalls irgendeine Anweisung oder eine Vorgabe, die unbedingt eingehalten werden muss.“ Von der Schulbehörde heißt es, das sei "Lernen an einem anderem Ort".
Nachfrage bei Antje Bernhardi von der Gesamtschule Finkenwerder: Was kann man denn eigentlich beim Schneeschieben lernen?
„Dass man mit anderen zusammen für andere etwas tut, damit es allen an der Schule gut geht. Ich finde aber nicht, dass es nur Schüler tun sollten. Ich finde schon, dass die Zuständigkeiten bei der Hausmeisterei bzw. bei denjenigen liegen, die für das Schulgelände verantwortlich sind. Schüler können in Extremsituationen mit unterstützen, aber sie sind nicht dafür verantwortlich, ein Schulgelände freizuschaufeln.“ Den Brief der Schulbehörde sehen Sie hier.
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