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Radio Hamburg

Shopping-Wahnsinn

Die smarte Einkaufs-Denke der Frauen

Hamburg, 22.11.2013
Carinas Kolumne Neu

Fashion- und Lifestyle-Expertin Carina Grendel.

Eine Schnäppchenjagd muss bestens geplant werden, damit sie auch erfolgreich und befriedigend ausfällt. Carina weiß, wie es geht.

Ich würde mich als richtiges Mädchen bezeichnen. Ich liebe Klamotten, freue mich über neue Kosmetikfarben, gehe gerne zum Friseur und bin glücklich, wenn mir ein Mann die Tür aufhält und den Stuhl bereitstellt. Zu einem richtigen Mädchen gehört auch, so intelligent zu shoppen wie möglich. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich im Sale kaufe, oder glaube, etwas besonders günstig abgestaubt zu haben, dass der Schaden in meinem Portemonnaie nicht ganz so groß ist. Als ich letzte Woche erfuhr, dass ein Hamburger Label nur für einen Tag 50 % Nachlass auf die gesamte Kollektion gewährt, war klar, dass ich mir diese Chance nicht entgehen lassen konnte. Schon Tage im Voraus habe ich die Sachen inspiziert und habe all das, was mir gefällt bereits anprobiert, damit ich an besagtem Sale-Tag nur noch einfach raffen und zur Kasse laufen muss. Gestärkt durch ein leckeres Frühstück stehen meine Freundinnen und ich bereits um 9.54 Uhr vor besagtem Shop und stellen fest, dass wir nicht die Ersten sind, die bei klirrender Kälte darauf warten, dass die Schleusen – oder eher Türen geöffnet werden.

Neid und Verzweiflung

Die Verkäuferinnen ahnen bereits in den ersten fünf Minuten, dass dieser Tag inmitten shoppingwütiger Hamburgerinnen kein leichter wird. Gezielt gehe ich auf meine Vorauswahl zu und begebe mich zielstrebig zur Kasse, während geschätzte 100 Frauen und ein Mann sich atemlos durch die Regale kämpfen. Wenn Sie denken, dass ich mit meiner Vorbereitung die Erste an der Kasse war, dann irren Sie gewaltig. Auch wenn ich zielstrebig und schnell war, standen bereits sechs Frauen vor mir an der dort. Alle ein wenig nervös umher schauend, ob sie nicht doch noch etwas übersehen haben.

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Langsam scheint der Laden auch eher Schauplatz eines Volksbegehrens, denn durch die Verzweiflung nicht gefundener Schnäppchen und dem damit verbundenen Neid auf die Mitkämpferinnen, die mehr Glück haben, mischt sich leichte Aggression zu der ekstatischen Freude über einen vorgezogenen Ausverkauf. Noch nie zuvor habe ich mich so gefreut, endlich bezahlen zu dürfen, denn erst im Moment der geleisteten Zahlung konnte ich sichergehen, dass die Teile, die ich gefunden habe auch wirklich zukünftig in meinem Schrank hängen werden.

Schnäppchen machen glücklich

Was mich im Nachhinein sehr gewundert hat, ist, dass ich keine einzige Sekunde darüber nachgedacht habe, ob der Kauf richtig war, oder wie mein Mann die neuen Errungenschaften wohl finden wird. Zu sehr war ich damit beschäftigt, erst mal alles an die Burg zu bringen und für meinen Mann habe ich dann gegenüber im Herrenladen auch noch zwei Schnäppchen ergattert, natürlich nicht um mein Gewissen zu beruhigen, denn mit diesem war ich absolut im Reinen – schließlich habe ich heute doch 50 % gespart.

(Carina Grendel)

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