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Radio Hamburg

Carinas Kolumne

Wenn Eltern ihre Kinder verlieren...

Hamburg, 09.04.2014
Carina Grendel 950x720

Fashion- und Lifestyleexpertin Carina Grendel.

Die Angst vor diesem unerträglichen Schmerz, wenn Eltern ihre Kinder verlieren.

Ich glaube, im Leben eines jeden stellt sich eine bedeutsame Wende ein, wenn man ein Kind bekommt. Von nicht immer Wert geschätzter Freiheit, ist man innerhalb kürzester Zeit in der wunderschönen, aber auch Angst einflößenden Situation, Verantwortung für ein verwundbares Wesen, ein - sein - Kind zu übernehmen.

Nicht immer ist man sich dieser Situation voll bewusst, wenn man sich für ein Kind entscheidet. Was einem zu Beginn wahnsinnige Angst macht, ist jedoch nach wenigen Tagen - vielleicht auch nur nach Stunden - bereits nicht mehr anderes vorstellbar. Eltern übernehmen die volle Verantwortung für ihr Liebstes, Wertvollstes – ihre Kinder. Manchmal droht man unter der Last der Verantwortung schier zu zerbrechen und manchmal verleiht genau diese Verantwortung Flügel – schließlich wächst man mit seinen Aufgaben.

Wir Eltern versuchen unsere Kinder vor den schrecklichen Dingen dieser Welt stets zu beschützen. Wie furchtbar muss es dann sein, wenn wir die Eltern erleben müssen, dass wir unser Kind nicht beschützen konnten – vor einer Krankheit, einem Unglück oder auch von der schweren Last des Lebens.

Wie muss sich ein Vater fühlen, der der Weltöffentlichkeit mitteilen muss, dass sein geliebtes Kind nicht länger auf dieser wunderschönen Welt ist. Vor allem wenn er Jahre zuvor genau diesem Kind erklären musste, dass das Leben diesem kleinen Wesen die Mutter genommen hat. Hatte er doch versprochen, dass er das kleine Geschöpf von nun an vor allem Übel in Sicherheit bringen würde. Wie erdrückend muss das Gefühl sein, dass man sein Wort gebrochen hat, dass man nicht am richtigen Ort war und man nichts gegen das Unausweichliche getan hat!?

Man sagt, nichts ist schlimmer, als das eigene Kind zu Grabe tragen zu müssen. Wie mag es einem da gelingen, die nötige Stärke für die Hinterbliebenen aufzubringen. Wo holt man die Energie her, am Morgen den Weg aus der Dunkelheit in den Tag zu finden.

Sir Bob Geldof hat in den letzten 25 Jahren viel Gutes getan – Schwachen geholfen, Zuversicht gegeben und den Weg aus dem Dunkeln gezeigt. Ich wünsche ihm und seiner Familie in diesen Stunden die Kraft, mit der tragischen Realität klar zu kommen und ein Licht am Horizont zu entdecken. Der schlimmste Weg steht im noch bevor – wenn er sein kleines Mädchen, dass er stets beschützen wollte der Erde zurückgeben muss, wenn die Absurdität der Realität plötzlich eine Raumforderung in seinem Herzen darstellt, gegen die er sich nicht mehr wehren kann.

(cgr) 

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