Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

"Sweatshop" - Tödliche Mode

Der wahre Preis für unsere Kleidung

Hamburg, 22.01.2015
Blogger, Kambodscha, Nähen

Hier müssen die Modeblogger selbst ran und stundenlang vor der Nähmaschine sitzen.

Während die Stars und Sternchen auf der Fashion Week um Front Row Plätze  kämpfen, wird in anderen Teilen der Welt bis zur Erschöpfung gearbeitet. Drei Modeblogger erfahren das am eigenen Leib.

Größtenteils in Asien, Afrika und Südamerika schuften schlecht bezahlte Arbeiter bis zur Erschöpfung, um Kleidungsstücke für die bekannten Modeketten zu produzieren.

Für einen vollen Kleiderschrank

Drei norwegische Modeblogger durften am eigenen Leib erfahren, wie ihre Lieblingsteile hergestellt werden. Die Dokumentation des Fernsehsenders AftenpostenTV zeigt den Fashion-Victims, was es die Arbeiter kostet, damit sie einen vollen Kleiderschrank haben.

Nur 130 Dollar Lohn, statt 600 Dollar Shoppinggeld

Normalerweise geben sie alleine bis zu 600 Dollar im Monat für Kleidung aus – wenn sie nicht sowieso alles geschenkt bekommen. Die Arbeiter, die ihre Kleidung herstellen, verdienen 130 Dollar im Monat und leben auf wenigen Quadratmetern in denen sie Kochen, Schlafen und sich Waschen. 7-Tage-Woche mit über 12 Stunden Arbeit am Tag sind hier die Regel. Während sich viele in Europa schon über 40 Stunden die Woche beschweren, müssen die Näher von Kambodscha doppelt so lange arbeiten.

"Sie kennen es ja nicht anders"

Die Norweger gehen von Beginn an davon aus, dass die Menschen mit ihrem Leben glücklich sind, weil sie es nicht anders kennen. Allerdings lernen sie schon am ersten Tag eine ganz andere Wahrheit kennen. Die Arbeiterin, die sich um die drei Jugendlichen kümmert, sagt auf die Frage, ob sie glücklich sei: "Nein." Sie wäre gerne Doktorin geworden, aber schon in der Grundschule musste sie die Schule verlassen. Offensichtlich um zu arbeiten und ihre Familie mit Geld zu unterstützen. Für die jungen Blogger eine unerwartete Antwort, die sie anfangs auch nicht glauben wollen.

Ein Tag in der Fabrik

Als sie dann in einer Fabrik mehrere Stunden hinter der Nähmaschine sitzen und unter Zeitdruck kommen, weil sie die ganze Produktionskette aufhalten, sind die Drei schon nervlich am Ende. Hinzu kommt auch die Eintönigkeit der Arbeit. Anfangs denken sie, dass die Arbeiter es gewohnt sind, so zu leben. Doch sie merken schnell, wie falsch sie damit liegen.

Einzelschicksale der Arbeiterinnen

In den weiteren Folgen müssen sie mit je drei Dollar Tageslohn einen Tag überleben und ein Essen für zehn Personen anrichten. Dass man mit so wenig Geld nicht einfach in den Supermarkt spaziert, lernen sie mit dem Blick auf die Preise. Auch die Geschichten der einzelnen Arbeiterinnen verändern den Blick der Norweger auf die Kleiderproduktion.

Einen kleinen Einblick in das Experiment seht Ihr hier im ersten Teil der Reihe:

Zu allen Videos von "Sweatshop" kommt Ihr hier. Ihr erfahrt, auf wessen Kosten wir günstig Kleidung kaufen und welche bleibenden Eindrücke die drei Blogger in der Fabrik und mit den Menschen dort machen. Es wird Euch beim nächsten Einkauf sicherlich begleiten.

(kru)

comments powered by Disqus