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Radio Hamburg

Andere Länder, andere Sitten

Hochzeitsbräuche anderer Kulturen

Hamburg, 07.07.2015
Hochzeitstorte, Hochzeit, Torte anschneiden

Wer beim Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand über der seines Partners hat, hat in der Beziehung die Hosen an. So heißt es jedenfalls aus einem alten Sprichwort. 

Ob Schweden, Japan oder England. Jedes Land hat seine eigenen Bräuche zur Hochzeit, die sich nicht nur in der Kleidungswahl äußern. 

Andere Länder, andere Sitten. Hochzeitsbräuche gehören in jedem Land zu einer Vermählung und könnten sich teilweise nicht mehr unterscheiden. So werden Bräute von anderen während der Feier geküsst, ziehen insgesamt drei verschiedene Kleider an oder müssen sich während des Junggesellinenabschieds bis auf die Knochen ausziehen. Deutsche Bräuche scheinen im Vergleich zu ausländischen recht simpel und klassisch. 

Deutschlands bekannteste Bräuche: 

1. Den Brautstrauß werfen

Es ist wohl der bekannteste und unter Single-Frauen auch der beliebteste Brauch. Der Wurf des Brautstraußes. Hierfür versammeln sich alle ledigen Frauen hinter der braut, die der menge den Rücken kehrt. Die Braut wirft dann den Brautstrauß nach hinten und das Gerangel geht los. Denn wer den Braustrauß fängt heiratet angeblich als nächstes. 

2. Reis werfen

Ob nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung, der Reisregen zählt zu den bekanntesten deutschen Bräuchen. Aber wieso Reis? In asiatische Ländern steht Reis für Fruchtbarkeit und Glück, so soll der geworfene Reis dem Paar einen reichen Kindersegen bescheren. Mittlerweile wird jedoch auch auf Seifenblasen und Luftballons zurückgegriffen. 

3. Holzstamm zersägen

Der Brauch des Zersägens eines Holzstammes wird vor allem in Süddeutschland und auf dem land ausgeübt. da der Holzstamm mit einer Schrotsäge bearbeitet wird, müssen Braut und Bräutigam abwechselnd ziehen. Die Zusammenarbeit beim Zersägen soll den Zusammenhalt und die Kompromissbereitschaft des Ehepaares zeigen. 

Hochzeitsbräuche anderer Länder

  • England

    Einer der bekanntesten Bräuche zur Hochzeit stammt aus England: "Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes, etwas Blaues". Etwas Altes symbolisiert die Verbundenheit mit den vorherigen Generationen und der Familie. Etwas Neues steht für die Zukunft und Hoffnung im neuen Leben als Ehepaar. Etwas Geborgtes symbolisiert den Beistand von Freunden und Familie. Etwas Blaues steht für die Treue in der Beziehung.

  • Schweden

    In dem schönen skandinavischen Land ist es Brauch, dass Braut und Bräutigam sich während der Feier möglichst nicht aus den Augen lassen. Verlässt einer der beiden den Raum, dürfen die Gäste - je nach dem wer sich gerade nicht im Raum befindet - den Bräutigam oder die Braut küssen.  

  • Frankreich

    Am Tag der Hochzeit holt der Bräutigam sein Braut bei ihren Eltern ab. Auf dem Weg zur Kirche muss die Braut weiße Bänder zerschneiden, die von Kindern gehalten werden. 

  • USA

    Wir kennen es alle aus Filmen. Der Priester sagt am Ende der Trauung: "Wenn einer von Euch einen Grund vorbringen kann, dass dieser Mann und diese Frau nicht heiraten sollen, dann möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen." Tatsächlich ist der Satz nur in Nordamerika Brauch und wird hierzulande nicht ans Ende der Trauung gesetzt.

  • Brasilien

    Ein typischer Brauch in Brasilien ist der "Chá de panela", was übersetzt der Junggesellinnenabschied ist. Zu der Party bringen Freunde und Verwandte Geschenke mit, die die Braut erraten muss. Liegt sie dreimal daneben muss sie einen Schnaps trinken und jedes Mal jeweils ein Kleidungsstück ausziehen. Ziel dieses "Spiels" ist es, dass die Braut komplett entkleidet dasteht, wodurch sie eine Schärpe umgehängt bekommt, die die Aufschrift "gut, dass du morgen heiratest" trägt. Aus diesem Grund kommen die zukünftigen Bräute dick angezogen zu der Party. 

  • Japan

    Während in Deutschland die Bräute höchstens zwei Kleider während ihrer Hochzeit tragen - eines zur Trauung und eins für die Party - ziehen sich japanische Bräute  gleich drei verschiedene Kleider an. Natürlich nacheinander. Zur Trauung kommt der traditionelle Kimono zum Vorschein. Während der Feier trägt die Braut oft ein Kleid im westlichen Stil, bevor sie sich für die Party schließlich einen roten Kimono anzieht. 

  • Schottland

    Die Schotten halten an ihrem Aberglaube fest und kleiden sich zu Hochzeiten nicht in grün. Die Farbe ist den Elfen vorbehalten, die man durch das Tragen grüner Kleidung nicht verstimmen will. Der Aberglaube weitet sich übrigens auch auf das Essen aus, weshalb auch grüne Nahrungsmittel wie Brokkoli von der Karte gestrichen werden. 

(pgo)

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