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Noch 16 Tage - Die Foto-App und das Smartphone als Partykiller

Ankes Smartphone

Die Beziehung zwischen mir und meinem Smartphone ist mal so und mal so: Eben eine typische Hass-Liebe. 

Smartphone-Abhängigkeit ist sowieso schon schlimm, aber dann auch noch bei einer Hochzeit? Ein echter Partykiller. 

60% unserer Gäste kommen an der Hochzeit mit Smartphone. Die Älteren drücken den Schnitt, sehen aber wie immer den Jüngeren fasziniert über die Schultern mit den Worten: "Was so ein Handy alles Tolles kann. Also damals sind wir ja noch in die Telefonzelle gegangen." Telefonzelle? Was war das schnell nochmal?

Smartphone mittlerweile ganz normal?

Wie viele Partys habe ich zuletzt besucht, an denen ich mit Leuten am Tisch saß, die alle nach einer gewissen Zeit ihr Handy in der Hand hatten um irgendetwas bei Facebook zu posten. Zum Beispiel wo sie gerade auf einer echt fetten Party mit wem abhängen. Aber wie fett kann die Party sein, wenn man dort die Zeit für Facebook findet? Ich hole auch gerne mein Handy raus, genauso packe ich es aber auch irgendwann wieder weg, weil ich weiß, dass es mich ablenkt.
Auf Partys, wie auch an unserer Hochzeitsfeier, reicht ja eine kurze Diskussion: von wem ist nochmal der Song, der gerade läuft? Bevor man da lange überlegt oder den DJ fragt, öffnet man einfach schnell Shazam und weiß es. Der Nächste macht an der Hochzeit ein Video oder Foto vom Brautpaar, bearbeitet es aber erst einmal mit einem schönen Filter und zeigt es dann am Tisch rum oder lädt es gleich bei Instagram hoch: #hochzeit, #love #fürimmer. Mittlerweile ist das auch alles gar nicht mehr unbedingt unhöflich, sondern einfach normal.

Eine Hass-Liebe zum Smartphone

Ich habe ursprünglich überlegt, mir für die Hochzeit eine Foto-App zu holen: https://foto-app.de/. Auf einer Plattform laden die Gäste Videos und Bilder hoch, das Brautpaar kontrolliert wer Zugang zur App hat und am Ende lässt sich alles mit einem Klick auf den Laptop runterladen. Klingt gut! Aber im Prinzip kann ich auch einfach eine Whats App-Gruppe aufmachen, auch wenn ich mir dann alle Bilder einzeln vom Handy auf den Laptop ziehen muss, aber die Zeit habe ich zur Not noch.
Diese Foto-App kostet am Ende noch eine Frechheit an Gebühren: ab 50 Gästen und für unbegrenzte Fotos und Videos zum up- und downloaden, zahlt man eine einmalige Nutzungsgebühr von 39 Euro. Und hiermit verabschiede ich mich endgültig von der Idee einer Foto-App für die Hochzeit. Auch weil das Handy letztendlich bitte nicht interessanter als die Feier sein soll. Ich bin selbst jemand, der sein Handy in die Tasche packen und darin liegen lassen kann ohne ständig etwas damit machen zu müssen. Es ist aber ehrlich gesagt eine Hass-Liebe! Ich könnte mir ein Leben ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen, andererseits fühle ich mich dadurch auch etwas fremdbestimmt. Der Nervfaktor ist am größten wenn ich mit meinem Zukünftigen mal wieder beim Abendessen sitze und sehe, wie er sich durch seine WhatsApp-Gruppen wischt und klickt, Nachrichten zurückschreibt oder irgendwelche Fußballergebnisse nachschaut. Kann er ja gerne, aber warum beim Abendessen?
Ich werde bei der Hochzeit natürlich keine "Smartphones verboten-Schilder" aufhängen. Wie kleinkariert wäre das? Einerseits gilt für alle die absolute Krawattenfreiheit und keinerlei Dresscode, andererseits verbiete ich Handys – das geht nicht. Ich mache das, was ich immer mache: ich arrangiere mich mit meiner Hass-Liebe und freue mich einfach mal am Ende auf viele tolle Handyfotos unserer Gäste.

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