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Noch 29 Tage - Auto oder Kutsche?

Anke liebt ihren Audi A3

Mit meinem Auto fühle ich mich jetzt schon wie verheiratet. Ein Audi R8 wäre mein Traumwagen für die Hochzeit. 

Hochzeit schön und gut, aber wie kommt man da überhaupt hin? Lieber traditionell in einer Kutsche oder modern in einem Auto vorfahren?

Am St. Pauli Theater feiert heute "Höchste Zeit" Premiere. In dem Stück – so heißt es – geht es um das Beste an der Ehe: die Hochzeit! Freudentränen, Panikattacken, Existenzfragen. Das klingt richtig unterhaltsam! Ist aber ja auch alles nur Spaß, bei uns wird es dagegen langsam richtig ernst weil die Zeit immer knapper wird.

Kein Sportwagen und kein Chauffeur

Besonders "schön" ist es dann, wenn noch spontane Fragen und ungelöste Fälle aufkommen wie zum Beispiel gestern. Mathias telefoniert mit seinem Trauzeugen und plötzlich fällt das Wort: "Hochzeitsauto". Na, daran hat ja bis jetzt noch keiner gedacht. Also das Thema kam bei uns schon einmal auf, aber ohne dass wir geklärt hätten wer sich darum kümmert und was genau wir uns da vorstellen. Also mussten wir gestern erst feststellen, wie komplett unterschiedlich unsere Vorstellungen von einem Hochzeitsauto sind. Mir ist spontan mein Traumauto in Weiß eingefallen: Der Audi R8! Mathias dachte an einen Oldtimer, evtl. mit Chauffeur. Audi findet er aber auch ganz gut. Aber – Zitat – "auf gar keinen Fall einen R8!" Haben wir hier gerade einen Fall von Rollentausch? Täusche ich mich, oder will nicht normalerweise immer der Mann einen geilen Sportwagen und die Frau denkt an die Sicherheit und möchte es lieber groß und bequem auch wegen des Kleides? Was ist los bei uns? Ein vorläufiger Kompromiss - bis wir das ausdiskutiert haben - ist ein Audi, aber nicht in sportlich, sondern einfach nur groß. Der A6 oder A8 kämen also in Frage, aber auf keinen Fall in einer anderen Farbe als Weiß bitte. Dann wäre die Braut glücklich. Dazu sagt der Bräutigam nur: "Die Farbe ist mir doch total egal!" Interessant ist ja auch die Frage, wer dieses Auto fährt. Normalerweise lässt sich das Brautpaar fahren, aber: warum eigentlich? Da habe ich einmal ein richtig schönes Auto, das ich mir für einen Tag und viel Geld miete, darf hupend durch die halbe Stadt fahren und dann sitze ich nicht selbst am Steuer? Kommt für mich gar nicht in Frage. Auch hier sind wir uns nicht ganz einig. Mathias meint, sein Trauzeuge Jörn würde das Auto für uns fahren. Jörn sagt auch, dass ein Sportwagen keinen Sinn macht, mit meinem Kleid wäre das Auto viel zu eng und ich käme da ja kaum raus oder wieder rein.

Ein bisschen mehr Mädchen

Jetzt wird es also richtig interessant: zwei Männer, einer davon mein eigener, glauben zu wissen, was einer Frau in ihrem Kleid oder auch in den Schuhen möglich ist und was nicht. Ich trage ja keinen Reifrock oder bin ab der Hüfte komplett steif in diesem Kleid. Und würde da ernsthaft ein Audi R8 in Weiß – meine Traumvorstellung von einem Auto – auf meinen Bräutigam und mich warten, dann lasse ich doch niemand anderen dieses Auto fahren. Ich bin leidenschaftliche Autofahrerin und meinen A3 den ich seit vier Jahren fahre, liebe ich. Mit diesem Auto fühle ich mich ja fast schon wie verheiratet. Aber für die Hochzeit darf es gerne etwas Größeres oder Aufregenderes sein. Dann fährt die Braut selbst und füllt eben beim Sektempfang das Glas mit O-Saft auf. Auf meine Reaktion guckt Mathias mich nur fragend an und schüttelt den Kopf. Ich weiß genau was er denkt: "Warum kann meine Frau nicht manchmal ein bisschen mehr Mädchen sein?".
Ja, dann würde ich mich chauffieren lassen, meinen Sekt während der Fahrt noch weiter trinken und mein Make-Up unterwegs auffrischen. Nein, ganz anders: dann wäre ich gleich für eine Kutsche an Stelle eines Autos gewesen. Das ist doch der Mädchentraum schlechthin! Eine Hochzeit, ein weißes Prinzessinnenkleid, eine Kirche, ein Schloss und: eine Kutsche. Ich liebe Pferde! Das macht die Kutsche zu einem Problem. Bis ich einsteigen könnte, wäre ich erstmal vorne bei den Pferden und das nicht nur für ein paar Minuten. Ich liebe wie sie riechen und wie sanft sie sind, trotz ihrer Kraft und Größe. In der Kutsche sitzend bin ich aber doch viel zu weit weg von den Pferden. Es käme also nur Reiten in Frage. Weg mit dem Hochzeitsauto! 1 PS an Stelle von 100! Das scheitert aber am Bräutigam, denn der kann nicht reiten.

Wir bleiben also beim Auto und fragen uns weiterhin: welches? Was meint Ihr?

Anke in ihren Audi A3
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