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Radio Hamburg

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Noch 31 Tage - Wo und wie man überall heiraten darf wenn es etwas ganz Besonderes werden soll

Die Elbe

Die Elbe wäre der perfekte Ort für eine Außenhochzeit!

Bei dem unbeständigen Wetter, das momentan herrscht, ist es eigentlich ganz gut, dass wir uns doch gegen eine Hochzeit unter freiem Himmel entschieden haben. 

Was habe ich am vergangenen Wochenende mit gefiebert mit Radio Hamburg Hörerin Kerstin Jahn. Sie hat mir bei Facebook geschrieben, dass sie heiraten wird und gerne von mir im Radio Hamburg-Wetter hören würde, dass am Samstag die Sonne scheint. Hier würde nämlich um 16 Uhr in Haseldorf in Schleswig-Holstein ihre Außentrauung stattfinden.

Kein Verlass auf das Wetter

Ausgerechnet für Samstag hat sich neben Regen ja auch noch der Sturm angekündigt. Ich habe Kerstin alles Gute gewünscht, ihr fest die Daumen gedrückt und sie für den Notfall noch daran erinnert, was Regen am Hochzeitstag bedeutet: Reichtum! Die Antwort von Kerstin: "Danke! Aber dann lieber kein Reichtum und dafür Sonne..." Einen Tag nach der Hochzeit musste ich unbedingt wissen wie es gelaufen ist und habe mich wieder über Facebook bei Kerstin gemeldet. Die Antwort kam auch kurz darauf: "Die Außentrauung musste leider nach drinnen verlegt werden, mit den Fotos hat es gerade so geklappt. Aber das hat der Feier alles nichts angehabt und es war trotzdem ein toller Tag!" Wenn ich das so lese, senkt sich mein Puls und ich entspanne mich etwas. Ich denke daran, wie Mathias und ich uns ursprünglich auch diese Außentrauung gewünscht haben. Aber wie groß sind die Bauch- und Kopfschmerzen wenn eben der Wetterbericht nicht passt? Auf jeden Fall macht man sich gleich noch mehr Stress als man sowieso schon hat. Das sehe ich ja jetzt am Beispiel von Kerstin. Wir wollten ursprünglich unter freiem Himmel am Elbstrand getraut werden. Das hätte beim "Alten Lotsenhaus" funktioniert, was lange Zeit unser Favorit unter den Hochzeits-Locations war. Aber von wegen "unter freiem Himmel". Auf dem Standesamt in Altona wurde uns gesagt, dass es dafür eine Überdachung geben muss, also mindestens einen Pavillon. Dieser muss wiederum auch professionell befestigt sein, macht also für Verleih und Aufbau gleich wieder ein paar 1.000 Euro extra und der Standesbeamte nimmt seinen Samstags-Termin auch nur gegen extra Gebühren wahr. Die Samstage sind gesetzt und man muss schnell sein und Glück haben, einen freien Samstag zu bekommen. Das waren alles Kleinigkeiten weswegen wir letztendlich beschlossen haben, dass wir das nicht unbedingt brauchen.

Keine Grenzen bei einer Trauung

Einen Alsterdampfer kann man auch haben. Hier geht dann der Standesbeamte mit an Bord und die Trauung findet auf dem Wasser statt. In Eimsbüttel gibt es außerdem das Maori-Haus im Museum für Völkerkunde. Das ist ja wirklich mal beeindruckend anders und ein absolut besonderer Ort zum heiraten. Mystik meets Romantik! Sehr begeistert war ich auch eine Zeit lang von der Idee bei Hagenbeck zu heiraten. Ganz exotisch in einem goldenen Pavillon neben der Tempelruine am Birma-Teich. Im Planetarium im Stadtpark kann man sich ebenfalls trauen lassen, unter dem Kuppeldach voller Sterne, was eine richtig romantische Vorstellung ist. Allerdings beginnen nächste Woche Montag die Bauarbeiten am Planetarium und bis Ende nächsten Jahres bleibt es geschlossen. Aber es bleiben ja genug andere Möglichkeiten übrig, um aus der eigenen Trauung etwas Besonderes zu machen. Auf Rügen bekommt man die Traumhochzeit direkt am Meer, hierfür haben sich das Hotel Hanseatic und das Standesamt zusammen getan, aber auch hier muss ein Zelt aufgebaut sein und nach 30 Minuten ist die Trauung auch bereits vorbei. Richtig abenteuerlich wird es in Berlin, das Standesamt Mitte bietet eine Zeremonie in einem Rosinenbomber an, über den Dächern der Stadt tauscht das Brautpaar die Ringe während des Fluges. Weiter unten geht auch, in Rheinbach bei Bonn gibt es eine Tauchschule die offiziell zur Außenstelle des Standesamtes erklärt wurde. Hier werden also tatsächlich in 10 Metern Tiefe Unter-Wasser-Trauungen durchführt. "Ja" sagen kann man da allerdings nicht, das Paar muss hier tatsächlich Schilder hoch halten und auf diese Art seine Zustimmung zur Eheschließung geben. Das führt schon alles sehr weit, finde ich. Eine Außentrauung hätte mich schon glücklich gemacht, aber jetzt bin ich froh, dass wir es noch viel einfacher halten und beim Standesamt getraut werden. Viel zu viele Gedanken hätte ich mir sonst schon Wochen vorher wegen des Wetters gemacht, das Kerstin aus Haseldorf ja leider auch zum Hindernis geworden ist.

Die Elbe ist das Schönste

Die Hoffnung, dass es bitte bitte nicht regnet, müssen wir glücklicherweise nicht haben. Nicht nur was die Trauung betrifft, auch die Feier. Die Terrasse unserer Location kann im Fall dass es regnet, durch einen großen Pavillon überdacht werden, auch spontan. Es kann also wetterunabhängig alles draußen stattfinden und nur wenn es abends kühler werden sollte gehen wir rein. Perfekt! Der Außentrauung in Elbstrandnähe mit Blick aufs Wasser trauere ich trotzdem noch ein wenig hinterher. Die Plätze entlang der Elbe sind für mich einfach das Schönste und Liebenswerte an Hamburg. Am Hafen habe ich schließlich auch meinen Heiratsantrag bekommen. An der Elbe zu heiraten wäre also echt ein Traum gewesen und der Kreis hätte sich perfekt geschlossen. Aber es soll und muss ja nicht immer alles perfekt sein.

Anke an der Elbe
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