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Noch 32 Tage - Hochzeitsbräuche: Was Glück und Spaß bringt oder einfach nur Quatsch ist

Prinzipiell bin ich für jeden Spaß zu haben...

Hochzeitsbräuche von Reiswerfen, über die Brautentführung bis hin zu "Trash the Dress" - Was ist überholt? Was macht Spaß und hat immer noch einen Sinn?

Meine arme Trauzeugin Katharina! Im Moment jagt ein Telefondate das nächste. Ich hätte auch gerne noch einmal mit dem Standesamt gesprochen und mich noch ein letztes Mal versichert, dass alles passt.

Briefflut nach dem Poststreik

Gerne hätte ich auch gefragt ob mittlerweile feststeht, welcher Standesbeamte uns trauen wird. Das konnte mir nämlich zuletzt noch keiner sagen. Als Mathias die Woche einen Tag frei hatte, wollte er das klären und hat aber beim Standesamt nur einen Anrufbeantworter erreicht. Da hörte er die Bandansage: "Es tut uns leid, aber wir sind vorübergehend nicht zu erreichen. Wir versuchen in dieser Zeit die Briefflut zu bearbeiten, die uns nach dem Poststreik erreicht hat. Vielen Dank für Ihr Verständnis!" Also gut, dann beschäftigen wir uns eben gedanklich mit anderen Dingen. Wir müssen uns noch überlegen, welche Programmpunkte wir uns während unserer Hochzeitsfeier wünschen. Unsere Trauzeugen haben auch schon danach gefragt.

Spalierstehen am Standesamt

Das "Programm" beginnt ja direkt, nachdem wir aus dem Standesamt kommen. Der richtige Zeitpunkt zum Reis werfen. Einer der ältesten und vielleicht auch bekanntesten Hochzeitsbräuche. Reis gibt’s bei uns keinen, wir empfinden das einfach als Lebensmittelverschwendung. Aber Mathias‘ jetzige und ehemalige Fußballmannschaft werden Spalier stehen vor dem Standesamt. Der Gang durch das Spalier symbolisiert den gemeinsamen Weg, den man als Paar in eine neue Zukunft geht und dabei entstehen bestimmt auch viele schöne Fotos! Das Brautstraußwerfen gehört auch zu den Bräuchen, die es an unserer Hochzeit geben wird. Das bringt einfach Spaß!

Keine Brautentführung

Andere Dinge werden nicht stattfinden, wie zum Beispiel allen voran die Brautentführung. Daran haben ja nur Braut und Bräutigam Spaß und diejenigen, von denen sie jeweils begleitet werden. Die Gäste die zurückbleiben sitzen dann aber zwei Stunden rum und warten, bis alle wieder da sind. Doof irgendwie. Lustiger finde ich eine Brautversteigerung! Hier muss der Bräutigam seine Braut freikaufen und kann beweisen, wie viel ihm seine Zukünftige wert ist, die Gäste bieten bei der Versteigerung alle mit und bringen den Bräutigam damit an seine Grenzen.

Zum Brauch Baumstammsägen

Ich hoffe, ich trete damit niemandem auf die Füße, aber was ich wirklich gar nicht brauche, ist das Baumstammsägen. Wieso zersägt das Brautpaar hier gemeinsam einen Holzstamm der auf einem Sägebock liegt? "Weil dieser Brauch für gemeinsame und gleichberechtigte Arbeit steht und die Balance symbolisieren soll zwischen Aktivität und Passivität", sagt Google mir gerade. Und dafür muss ein Baumstamm dran glauben? Das Ganze hat auch keinen großen Unterhaltungswert und kommt mir überflüssig vor, also weg mit dem Baumstamm und der Säge.

Brautschuh-Brauch

Wenn ich dagegen über den Brautschuh-Brauch nachdenke, muss ich lachen. Früher war es üblich, dass die Braut ihre Schuhe von gesparten Pfennigen bezahlt hat, heute eben mit Cent. Das wiederum ist ein Symbol für die Sparsamkeit der Braut. Womit habe ich meine nicht wirklich teuren Brautschuhe bezahlt? Mit der EC-Karte! Das hat dann wohl einfach nur Verschwendung symbolisiert.

Trash the Dress

Eine meiner Freundinnen hat mich bereits gefragt, wie es eigentlich mit " Trash the Dress " aussieht. Das ist ja normalerweise erst nach der Hochzeit ein Thema und zählt zu den Hochzeitsbräuchen, die noch nicht so alt sind, dass eine zentimeterdicke Staubschicht darauf liegen würde. Bei "Trash the Dress" ruiniert man sich selbst das Kleid und präsentiert es für Fotos an den absurdesten Orten, wo man normalerweise niemals ein solches Kleid tragen würde: auf dem Recyclinghof, im Matsch, auf dem Schrottplatz oder Badesee. Dass das Kleid dabei schmutzig wird, ist gewollt, man kann sich auch Farbe darüber schütten oder es in Flammen aufgehen lassen. Hauptsache es ist absurd und alle denken beim Anblick der Fotos: "Oh nein, das schöne weiße Kleid!" Ich finde das witzig und bin sicher, dass dabei ganz besondere Bilder entstehen. Das Kleid bekommt auch nochmal einen großen Auftritt, der ja sonst nach einem einzigen Tag und einem einzigen Mal vorüber ist.

Aber…

Ihr lest bestimmt schon raus, dass auf das Ganze noch ein "aber" folgt. Hier kommt es! ABER ich würde das niemals übers Herz bringen! Ich möchte mein Kleid im Nachhinein nicht für ein paar Fotos ruinieren. Dann habe ich es eben am Ende nur ein einziges Mal getragen und weiß zuhause nicht wohin damit. Dann habe ich eben keine total verrückten Fotos, die das Hochzeitsalbum auffrischen. Aber ich kann meinem Traumkleid einfach nichts "antun".

Habt Ihr Trash-the-Dress-Erfahrungen gesammelt? Dann lasse ich mich gerne von Euren Fotos und Geschichten überzeugen. Schickt mir Eure Bilder mit Name, Telefonnummer und Euren "Trash the Dress" Erfahrungen an foto@radiohamburg.de. Die schönsten Bilder werden auf der Hochzeitsseite veröffentlicht. Möglich, dass es den Spaß ja  doch wert ist!? Und für Spaß bin ich prinzipiell ja immer zu haben.

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