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Noch 35 Tage - Das beste Rezept für eine glückliche Ehe

Eine von vielen Möglichkeiten, wie man für eine glückliche Beziehung beziehungsweise Ehe sorgen kann: mit kleinen Liebesbeweisen zwischendurch

"…bis dass der Tod uns scheidet" vergeht eine Menge Zeit, in der wir gerne zusammen glücklich sein möchten. Aber wie bekommt man das als Paar hin?

"…bis dass der Tod uns scheidet" vergeht eine Menge Zeit, in der wir gerne zusammen glücklich sein möchten. Aber wie bekommt man das als Paar hin? Oder fragen wir anders: Warum haben es die 166.200 Ehepaare, die sich letztes Jahr in Deutschland scheiden ließen, nicht geschafft miteinander glücklich zu sein?

Vor der eigenen Hochzeit sage ich mir natürlich, dass uns das nicht passieren wird. Mathias und ich werden uns niemals scheiden lassen, wir werden über unsere Probleme reden und sie lösen. So wie bisher auch! Aber ist das wirklich so einfach, wie ich mir das jetzt vorstelle? Wäre ich doch einfach nicht über diese blöde Scheidungsstatistik gestolpert! Darin ist zu lesen, dass immer noch 35% aller Ehen wieder geschieden werden. Durchschnittlich dauert eine Ehe 14 Jahren und 8 Monate, danach reicht in 52% aller Fälle die Frau die Scheidung ein.

Unsere Grundversorgung der Ehe

Was mache ich, damit mir das nicht passiert? Das Gleiche was ich auch mache, damit eine Beziehung funktioniert. Ich investiere jeden Tag etwas in diese Partnerschaft und tue etwas dafür. Da haben einfach beide Partner eine Pflicht einander gegenüber. Wie eine Beziehung auch, braucht eine Ehe so eine Art Grundversorgungsnetz, bestehend aus spontanen Ideen und auch mal Überraschungen, gemeinsamen Plänen, Wertschätzung, Respekt, Liebe und auch immer wieder Liebesgeständnissen. Da gibt es viele kleine Bausteine, woraus sich diese Grundversorgung einer jeden Ehe oder Partnerschaft zusammensetzt.

Nichts überstürzen, sondern gemeinsam wachsen

Meine Eltern sind jetzt schon über 50 Jahre verheiratet. Das lässt mich positiv hoffen, ihnen das nachmachen zu können. Und nein, ich glaube nicht, dass die Menschen früher mehr Respekt vor einer Ehe hatten, an Problemen gearbeitet haben, anstatt gleich alles wegzuwerfen und heute geht das nicht mehr. Wenn dann machen die Menschen höchstens im Vorfeld bei der Partnersuche mehr falsch! Der Mensch, mit dem man verheiratet ist und mit dem man keine Probleme lösen, sondern nur noch die Scheidung einreichen kann, der war von Anfang der Falsche. Ich kenne außerdem so viele Paare, die aus meiner Sicht einfach vieles überstürzt haben. Kennenlernzeit: vier Wochen, daraufhin Umzug in eine gemeinsame Wohnung, nach einem Jahr: Heiratsantrag, nach zwei Jahren: Hochzeit.

Das kann funktionieren, aber viel zu oft läuft es auch schief. Ich finde es prinzipiell gut sich Zeit zu lassen und auch ein paar Krisen durchgemacht zu haben, bevor man heiratet. So lernt man das Streit- und Diskussionsverhalten des anderen kennen und weiß vor der Ehe schon, wie ein Konflikt mit dem Partner ablaufen wird. Hier hat ja auch jeder sein Schema.

Streit als reinigendes Gewitter

Unsere Fernbeziehung hat uns schon auf eine sehr harte Bewährungsprobe gestellt. Wir haben ganz lange Zeit über nie gestritten und immer nur friedlich diskutiert. Irgendwann haben wir auch einmal das Streiten gelernt und das war gut so! Ich glaube, dass keine Beziehung eine dauerhafte Harmonie verträgt, denn irgendwann wird es einen Knall geben und plötzlich weiß keiner, wie er mit dem anderen umgehen soll, weil dieser sich zum ersten Mal unharmonisch verhält und man das bisher ja gar nicht kannte.

Die Liebe ist wie eine Kleinstadt

Mein eigenes Rezept für eine glückliche Ehe lautet also folgendermaßen: versteht Eure Liebe und Partnerschaft als eine Kleinstadt, die wachsen möchte und eine Baustruktur braucht, genauso wie ein funktionierendes Versorgungsnetz. Ohne Strom kein Licht und ohne Straßen keine Verbindungen. Liebt Euch jeden Tag so wie am ersten und zeigt es einander immer wieder. Nichts und vor allem niemand ist selbstverständlich, sondern möchte immer wieder von Neuem hören und spüren, dass er geliebt und geschätzt wird. Versteht Eure Partnerschaft nicht als reines Vergnügen, sondern auch als Arbeit, für die man etwas leistet und auch zurückbekommt. Kennt Euch vor der Eheschließung und lernt Euch nicht danach erst richtig kennen. Streitet Euch vorher ausreichend und macht neben den Höhen so viele Tiefen wie möglich miteinander durch. Dann kennt Ihr vorher auch schon die dunkelsten Seiten des anderen und wisst, ob Ihr damit leben könnt in einer gemeinsamen Ehe, "bis dass der Tod Euch scheidet". 

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