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Noch 56 Tage - Vorehelicher Streit und gegenseitige Erziehung

Ankes Hochzeitsblog Tag 56

Mit dem "Hinweis-Zettel" ist Mathias einen Schritt zu weit gegangen. 

Es ist so eine Sache mit dem Putzen, denn generell gibt es immer zwei unterschiedliche Meinungen. So auch bei Anke und Mathias. 

Wenn man als Paar zusammen wohnt, hat man viel mehr Gründe zu streiten als bei getrennten Wohnungen. Nein, es geht nicht immer nur um den Klassiker unter den Diskussionen wer jetzt den Müll runter bringt. Es geht vor allem um die unterschiedlichen Ansichten die jeder hat, zum Beispiel wann das Bad so viele Wasserflecken hat, dass es mal wieder geputzt werden muss. Den einen stört ein halbvoller Korb mit Schmutzwäsche, den anderen stört es erst wenn der Wäschekorb ganz voll ist.

Putzen nicht auf morgen verschieben

Unterschiedlicher könnten Mathias und ich nicht sein, was unseren gemeinsamen Haushalt seit eineinhalb Jahren angeht. Da leben ja schließlich auch zwei Katzen, sauber machen sollte also eine Regelmäßigkeit sein. Mathias ist eher der Wochenend-Putzer, ich bringe das lieber unter der Woche hinter mich und habe das Wochenende "frei". Er ist der "Wischer", ich bin die "Staubsaugerin", so haben wir das gut aufgeteilt, entsprechend dem, was jeder von uns am liebsten macht. Klingt alles ganz fair, wenn ich nicht meistens diejenige wäre, die putzt. Meine Toleranzschwelle gegenüber Staub ist einfach nicht so hoch wie bei Mathias und ich warte nicht das Wochenende ab, wo er die Zeit und Lust zu putzen hat. Ich muss es dann sofort machen und eben alleine. Ich finde auch, dass man seine Zahnputzflecken direkt nach dem Zähneputzen weg machen kann. Da gab es am Anfang eine Menge Streitereien, mittlerweile nicht mehr. 

Mathias Erzieherische Maßnahmen

Ich akzeptiere Mathias als Wochenend-Putzer, und er mich als Staub-, Krümel- und Wasserflecken-Allergikerin. Was Mathias nicht akzeptiert, ist meine Unordnung in Schränken und Schubladen. Also überall wo ich etwas verstecken kann, herrscht das absolute Chaos. Da komme ich gestern nach Hause und die Schubladen mit meinen Schals und Tüchern steht offen. Auf dem Berg aus Tüchern liegt ein Zettel mit der Handschrift von Mathias: "Diese Schublade ist ZU voll. Entweder weniger Schals rein, oder die Schals mal ordentlich zusammenlegen." - Wie bitte!? Jetzt werde ich also schon Opfer erzieherischer Maßnahmen meines Verlobten, aber was er kann, das kann ich auch! Als nächstes werde ich mal ein paar Post-its an den Badezimmerspiegel machen: "Guck mal, ich war mal ein Zahnputzfleck. Inzwischen sind wir eine große Familie!" oder ich hinterlasse einen Hinweis auf seinem Nutella-Glas: "Mich kann man nach dem Frühstück auch wieder wegräumen. Ich stehe ganz gerne neben dem Honig und dem Reserve-Nutella-Glas im Schrank." Wichtig ist dabei ja nur, dass der andere ein Schmunzeln raus lesen kann und dass man es nicht mit der "erhobenen-Zeigefinger-Tour" probiert. Bei der Zettelbotschaft mit dem Hinweis, dass die Schublade ZU voll ist, habe ich ganz eindeutig den Zeigerfinger raus gelesen. Das beginnt schon mit den Großbuchstaben. Und wenn dann noch unnötige viele Ausrufezeichen vorkommen, dann ist man es falsch angegangen.

Katzen als perfekte Erzieher

Notfalls soll innerhalb einer Beziehung ja auch noch Reden helfen. Deswegen haben wir auch schon oft über das Krümeln beim Essen gesprochen. Dort wo Mathias am Tisch saß, kann ich nach dem Essen direkt mit dem Staubsauger kommen. Als seine Mama vor kurzer Zeit bei uns zu Besuch war, war mir schlagartig klar, woher er das hat. Von ihr! Bei meiner Schwiegermutter wird Essen nämlich genauso zum Krümel-Exzess. Für Nicht-Krümler: ein Rätsel. Man hatte das gleiche Stück Kuchen, nur sieht es am eigenen Platz halbwegs normal aus, der Platz des anderen ist übersäht mit Kuchenresten. Aber das gehört zu den Angewohnheiten mit denen ich leben kann, solange Mathias seine Krümel auch selbst weg macht. Mit dem Geschirr wegräumen klappt das ja mittlerweile auch. Hier haben meine beiden Katzen die Erziehung übernommen: wer nämlich Teller mit Essensresten in der Spüle stehen lässt ohne sie abzuwaschen, der muss damit rechnen, dass sich die Katzen darüber her machen. Das bedeutet bei nachtaktiven Tieren: wenn Du im Bett liegst und schlafen möchtest, ist irgendwann nachts Geschirrgeklapper aus der Küche zu hören und Du musst wieder aufstehen und letztendlich doch noch abspülen. Das hat Mathias schnell gelernt! Mal sehen ob ich noch lerne, meine Schubladen nicht mehr so vollzustopfen. Ihm zuliebe!

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