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Nur noch 60 Tage - Was ich aus den Hochzeiten anderer gelernt habe, oder auch nicht

Anke, Tag 60, Hochzeit

Oh Gott, hoffentlich passiert mir an meiner Hochzeit nicht das, was ich selbst schon auf anderen hochzeiten als Gast erlebt habe. 

Hurra! Am Wochenende habe ich es geschafft, auch mal vorübergehend NICHT an das bevorstehende Ereignis und die dafür nötigen Vorbereitungen zu denken. Sehr entspannend! Ich freue mich aber jeden Tag über das, was alles von den Radio Hamburg-Hörern kommt. Beispielsweise diese Whats App von Oliver:

Stress vor der Hochzeit

"Hallo Anke, es ist sehr interessant deinen  Blog zu lesen und euch täglich im Radio zu hören. Nicole und ich werden auch am 28.08 heiraten. Unsere Planung ist quasi bereits abgeschlossen, da meine Zukünftige nicht früh genug anfangen konnte. Ich wünsche euch beim Planen viel Spaß und alles Gute für eure Hochzeit." Danke Oliver und Applaus für Nicole, dass sie bis jetzt so fleißig war und bei den Vorbereitungen scheinbar so viel Gas gegeben hat, dass es kaum mehr was zu organisieren gibt. Das ist bei Mathias und mir ja leider anders, meine To-Do-Liste füllt immer noch ein DINA4-Blatt. Bei anderen - einigen Freundinnen von mir zum Beispiel - müssen das damals Ordner voller DINA4-Blätter gewesen sein, kurz vor deren Hochzeit. Da erinnere ich mich, angerufen zu haben und am anderen Ende kam gar nicht erst ein "Hallo", sondern nur noch "Es tut mir leid, ist gerade schlecht. Ich rufe Dich zurück, danke, Tschüß!"

Das alles in einem Atemzug und: Ende des Gesprächs. Na, das wird mir ja hoffentlich nicht passieren, dass ich anfange Leute am Telefon abzuwimmeln, nur weil ich für nichts mehr Zeit habe als für meine Vorbereitungen.

Aus Fehlern anderer gelernt

Es gibt tatsächlich Dinge, die lernt man aus den Hochzeiten auf denen man schon getanzt hat. Zum Beispiel, dass man sich von Anfang an nicht zu sehr hinein stresst. Freunde von uns haben es vorab so stark übertrieben mit ihren Planungen, dass der ganze Stress am Tag der Hochzeit und unmittelbar nach dem Standesamt für eine Migräne gesorgt hat. Nicht bei der Braut, sondern beim Bräutigam! Der musste sich erstmal hinlegen und die Migräne wegschlafen, als die Feier gerade angefangen hat. Ich habe außerdem gelernt, dass man bei der Wahl der Location nicht unbedingt etwas aussucht, das auf dem halben Weg nach Neverland liegt. Klar soll es ein hübscher Ort sein, aber nur weil sich das Brautpaar in ein Restaurant mit toller Aussicht verliebt hat, muss man das nicht direkt seinen Gästen zumuten. Also nicht, wenn sie auf dem Weg nach Hause nur noch ein Taxi bekommen, das ewig auf sich warten lässt und dann auch noch viel zu teuer ist. Aber das passiert, wenn der Weg aus fast "Neverland" bis nach Hause so weit ist. Als ich damals in diesem Taxi saß, dachte ich, wir müssten unterwegs bestimmt nochmal tanken, weil der Sprit gar nicht reichen würde bis wir endlich zu Hause wären.

Hochzeits-Crasher? Nein, danke!

Bei einer anderen Hochzeit zu der ich eingeladen war, war ich eine von knapp 200 Gästen. Das Paar hatte also auch Leute eingeladen, die ihm nur um mehrere Ecken bekannt waren. Die Gäste, die man vielleicht aus Höflichkeit einlädt, weil man denkt man müsste das tun. Oder einfach nur um eben eine richtig große Hochzeit auf die Beine gestellt zu haben.

Die Folge war an diesem Abend: es waren einige Hochzeits-Crasher darunter. Die kamen wirklich nur zum essen und vor allem trinken, waren mit dem Brautpaar nur entfernt bekannt und haben sich an der Bar randvoll laufen lassen. Irgendwann um 3 Uhr morgens fingen sie dann vor der Garderobe an, mit der Handtasche einer der Damen Fußball zu spielen. Der eine fiel kurz darauf vom Barhocker und nahm bei seinem Abgang mehrere Gläser mit, der andere fiel in das Blumenbeet vor dem Schloss, wo die Feier stattgefunden hatte. Und so schön sieht ein betrunkener Mann - selbst im besten Anzug - nicht aus, in einem Beet voller Blümchen. Und das alles während er aber brav die Spice Girls und "Wannabe" weitergesungen hat, was der DJ gerade laufen hatte: "... I tell you what I want, what I really really want...ziggazig, ahhh...". Zum schreien komisch! Aber nur, wenn man Gast ist, nicht unbedingt wenn es Deine eigene Hochzeit ist.

Das Gute ist, wir kennen unsere Gäste alle sehr gut und stehen einander nahe. Moment! Das heißt aber nicht, dass ich ein paar wenigen nicht trotzdem zutrauen würde, dass sie es an dem Abend betrunken und singend in ein Blumenbeet schaffen könnten. 

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