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Radio Hamburg

Husten, Schnupfen, Fieber

Sport mit Krankheit: Okay oder No Go?

Hamburg, 15.02.2016
Frau macht Sport im Winter

Das Bett hüten oder raus an die frische Luft? Das müsst Ihr bei Sport mit Krankheit unbedingt beachten!

Wer sich eine Grippe eingefangen hat, gehört ins Bett - das ist klar. Doch kann man auch mit einer leichten Erkältung Sport machen und ab wann sollte man es lieber bleiben lassen?

Winterzeit ist Schnupfenzeit - doch deshalb gleich auf Sport verzichten, obwohl man zu Beginn des neuen Jahres gerade den Schweinehund überwunden hat, um endlich wieder mehr Sport zu machen? Ist ein bisschen Husten, eine triefende Nase oder ein kleiner Brummschädel also gleich die Universalausrede, um alle Vorsätze über Bord zu werfen und sich faul auf der Couch zu fläzen? Die Ratschläge in puncto Sport bei Krankheit reichen dabei von "Auf keinen Fall sportlich betätigen"-Warnungen bis zu "Jetzt erst recht"-Motivationsreden. Die Wahrheit liegt - natürlich - irgendwo dazwischen.

Wir geben Euch Tipps, wann Ihr bedenkenlos auch mit Krankheit Sport treiben könnt, wann Ihr Euch auf keinen Fall sportlich betätigen solltet und ab wann Ihr wieder mit dem Training anfangen könnt, wenn Euch ein böser Infekt länger ausgeknockt hat.

Ab ins Fitnessstudio oder ab ins Bett?

Klingt banal und ist für die meisten wegen hoher Ansprüche an den eigenen Körper auch gar nicht so einfach: Wer auf den eigenen Körper hört, erkennt recht schnell, ob man für Sport fit genug ist oder nicht. Fühlt man sich schlapp und müde und hat bereits Probleme die alltäglichen Aufgaben halbwegs zu bewältigen, hat im Fitnessstudio oder auf der Joggingstrecke nichts zu suchen. Doch auch wenn man sich trotz leichten Erkältungssymptomen noch recht fit fühlt, gibt es einige Ausnahmen, in den man lieber doch auf Nummer sicher gehen sollte und vorsorglich das Sportprogramm verschieben sollte.

Sport mit Krankheit

Das müsst Ihr beachten!

  • Generell gilt: Wer erhöhte Temperatur hat, sollte es mit dem Sport lieber für ein paar Tage bleiben lassen. Zu groß ist die Gefahr, dass es sich bei dem Fieber um ein Symptom eines Virusinfektes oder einer bakteriellen Infektion handelt. Durch die erhöhte Durchblutung beim Sport und die Wärme können sich die Viren und Bakterien im Körper optimal vermehren und sich im ganzen Körper ausbreiten. Besonders gefährlich wird es dann, wenn sich die Viren oder Bakterien im Herzmuskel festsetzen. Dort können die Krankheitserreger eine möglicherweise tödliche Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen. Doch auch andere Organe wie beispielsweise die Niere können befallen werden.

    Auch Halsschmerzen sind ein Anzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung, die meist durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden. Das heißt, dass auch Menschen schon mit einem leichten Kratzen im Hals den Sport lieber bleiben lassen sollten.

  • Wer sich allerdings nur mit einer leichten Erkältung plagt und sich hauptsächlich mit einer triefenden Nase und etwas Husten herumärgert, kann problemlos weiter moderat Sport treiben. Doch auch mit einer vermeintlich leichten Erkältung ist am Ende nicht zu spaßen. Selbst während leichter Erkrankungen ist die körpereigene Immunabwehr im Ausnahmezustand. Sport sorgt für zusätzliche Belastung der Körperabwehr, sodass sich Krankheitserreger durch anstrengende, körperliche Aktivität weiter verbreiten können und die Krankheit so schnell verschlimmert werden kann. Gegen moderaten Sport ist allerdings nichts auszusetzen.

  • Laut Expertenmeinung ist eine laufende Nase kein Grund auf Sport zu verzichten, solange sie nicht mit Halsschmerzen und Reizhusten einhergeht. Kranke sollten allerdings nicht an ihre Belastungsgrenzen gehen, sondern sich stattdessen leichten Ausdauer-Sportarten im Freien wie Nordic-Walking oder Walking zuwenden. Marathon und Intervalltraining sollte man dagegen lieber bleiben lassen.

  • Wer mit leichter Erkältung Sport treibt, sollte allerdings einige Punkte beachten, um den Gesundheitszustand nicht zu verschlechtern. A und O ist die passende Kleidung. Diese sollte warm, aber nicht zu warm sein und nach dem Sport sofort gewechselt werden. Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle. Bei großer Kälte oder extremer Wärme sollte man auch bei einem leichten Schnupfen lieber zu Hause bleiben, da die extremen Temperaturen die Körperabwehr zusätzlich belasten.

  • Bei leichter Krankheit kann etwas Sport sogar förderlich für die Heilung sein. Das "Ausschwitzen" von Krankheiten gibt es bis zu einem gewissen Grad tatsächlich. Moderater Sport steigert die körpereigene Abwehr und kann so die Heilung beschleunigen. Wer es mit dem Sport und dem Schwitzen allerdings übertreibt, tut seinem Körper keinen Gefallen. Und noch einmal: Bei Fieber ist Schwitzen nicht verkehrt - aber nur dick eingepackt im Bett! Wer Fieber hat, hat beim Sport nichts verloren.

  • Wer seine Krankheitssymptome durch Schmerzmittel oder fiebersenkende Mittel bekämpft und sich dadurch halbwegs fit fühlt, hat übrigens keinen Freifahrtschein für Sport. Die Medikamente unterdrückt zwar die Symptome, wirklich gesund ist der Körper durch die Medikamente aber natürlich nicht. Das Immunsystem arbeitet auch durch die Einnahme der Medikamente auf Hochtouren und wird durch Sport zusätzlich geschwächt.

Ab wann wieder Sport treiben?

Natürlich kann eine Krankheit nicht Ausrede sein, um wochenlang auf Sport zu verzichten. Nach einem fiebrigen Infekt sollte man jedoch eine längere Pause einlegen, um sicherzugehen, dass der Körper die Viren erfolgreich und vor allem vollständig bekämpft hat. Während man nach einem leichten Infekt mit dem Sport wieder einsteigen kann, sobald die Symptome abgeklungen sind und man zwei Tage ohne Medikamente ausgekommen ist, sollte man nach einer schweren Grippe auch noch nach Abklingen aller Krankheitsanzeichen noch etwas mit jeder Art von Sport warten. Als Faustregel gilt, dass man nach Fieber mindestens eine Woche symptomfrei gewesen sein sollte, bevor man den Sport wieder aufnimmt. Andernfalls droht ein Rückschlag. Ist man sich nicht ganz sicher, kann man auch den Arzt zurate ziehen. Allgemein gilt auch: Nach einer Krankheit ist der Körper verständlicherweise nicht wieder automatisch in Höchstform. Deshalb sollte man das Training langsam steigern und nicht direkt dort anfangen, wo man vor der Krankheit aufgehört hat. 

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