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Radio Hamburg

Auf der Suche nach dem Kick

Die fünf gefährlichsten Extremsportarten für Adrenalin-Junkies

Hamburg, 13.06.2017
Screenshot YouTube Extreme Highlining

Eine der absolut extremsten Sportarten: Highlining! Hier balancieren die Sportler in großer Höhe einem Seil entlang - ungesichert.

Immer mehr Menschen sind gewöhnliche Sportarten wie Fußball, Fahrrad fahren oder Tennis viel zu langweilig. Diese Extremsportarten sind nichts für Anfänger! 

Es handelt sich dabei im Grunde um normale Sportarten wie Laufen, Klettern, Tauchen oder schwimmen, die exzessiv betrieben oder um einen Risikofaktor erweitert werden. Das ist natürlich nicht ganz ungefährlich. Einige Adrenalin-Junkies gehen sogar soweit, dass sie Grenzerfahrungen erleben und dem Tod nahe kommen wollen...

Den Extremsportlern geht es in der Regel darum, sich an ihre persönliche Leistungsgrenze heranzutasten oder etwas zu tun, das vorher noch nie jemand in der Art und Weise gemacht hat. Sie sind aber keine waghalsigen Draufgänger, sondern Spitzensportler mit einer großen Portion Ehrgeiz und einem starken Leistungswillen.

Höher, steiler, weiter - fünf Extremsportarten

Wir stellen euch fünf dieser spannenden Extremsportarten vor und verraten, wie ihr euch dabei unbedingt absichern solltet. Wenn ihr auch Interesse daran habt und verrückte Hobbys sucht, seid ihr hier genau richtig. Aber nochmal: Extremsportarten sind nichts für Anfänger! 

Es gibt eine ganze Reihe an Extremsportarten, die immer wieder erweitert wird. Ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft – Extremsportler knüpfen sich jedes Element vor, um ihre riskanten Aktionen durchzuführen und den absoluten Kick zu erleben. Als Grundlage dienen ihnen ganz gewöhnliche Sportarten. Die Adrenalin-Junkies erweitern sie mit einem Faktor, der die Sportarten neuartig und spannender macht. Aus dem Laufen wird ein Ultramarathon, das Schwimmen wird zum Wildwasserschwimmen und auch das Tauchen wird aufgepeppt. 

  • Klippenspringen

Turmspringen war gestern. Anstatt in einem Schwimmbad aus einer Höhe von maximal zehn Metern ins Wasser zu springen, bevorzugen es Extremsportler, sich beim Klippenspringen von Felsklippen in die Tiefe zu stürzen. Die Felsen sind über zehn bis etwa 30 Meter hoch. Gefährlich ist dieser Extremsport, weil die Tiefe des Wassers sowie Fremdkörper wie Felsvorsprünge nicht auszumachen sind. Auch ein unerwarteter Windstoß kann verheerende Folgen für den Springer haben. 

  • Freeclimbing

Wem das normale Klettern in der Natur zu langweilig ist, sollte sich vielleicht einmal am Freeclimbing versuchen. Die Extremsport-Variante unterscheidet sich vom Klettern dadurch, dass die Kletterer bei der Fortbewegung auf technische Hilfsmittel verzichten. Beim Solo-Freeclimbing sind Sicherungen wie Seile und Haken verboten. Viele Freeclimber versuchen sich auch an Gebäuden oder Baukränen. 

Foto: fotolia.com © danimarco # 122599863

  • Ultramarathon

Ein Marathon hat eine Laufstrecke von rund 43 Kilometern. Doch so manchen Extremsportlern reicht das nicht aus. Sie nehmen lieber an einem Ultramarathon teil, der auch hunderte Kilometer lang sein kann. Er wird häufig als Landschaftsläufe ohne genaue Strecke und auf verschiedene Arten veranstaltet. Teils geht es dabei auch nicht um die gelaufenen Kilometer, sondern um die Zeit. So gibt es Rennen, die 24, 48 oder gar 72 Stunden dauern.

  • House Running

Wer lieber kürzere Strecken läuft, aber trotzdem einen Adrenalin-Kick erleben möchte, kann es mit dem House Running probieren. Die Teilnehmer werden an spezielle Gurte angeseilt, dann geht es über die Kante des hohen Gebäudes einmal senkrecht die gesamte Fassade hinunter. Diese Extremsportart wird in vielen deutschen Großstädten angeboten. Dafür müssen die Teilnehmer im Voraus ihre Tickets erwerben. 

  • Tauchen im Haikäfig

Auch, wenn der Mensch nicht in das Beuteschema eines Hais gehört, ist das Hai-Tauchen ein absoluter Nervenkitzel. Wagemutige werden in einem Käfig ins Wasser gelassen. Ein Köder lockt die großen Knorpelfische an, sodass sie sehr nah am Käfig vorbei schwimmen. So kann man die eindrucksvollen Tiere hautnah erleben. Immer beliebter wird das Hai-Tauchen mit Weißen Haien in Südafrika.

Es geht NOCH extremer: Die fünf gefährlichsten Extremsportarten

Natürlich sind alle Extremsportarten mit einem gewissen Risiko verbunden. Doch es gibt auch Extremsportarten, die noch um einiges gefährlicher sind.

1.   Highlining

Die extreme Variante des Slacklinings ist das Highlining. Hierbei wird das Schlauchband, auf dem man balanciert, nicht einfach zwischen zwei Bäume, sondern zwischen Wolkenkratzern, Berggipfeln oder über Schluchten aufgespannt. Die Höhe beträgt also statt einem gleich mehrere hundert Meter. Viele Sportler verzichten auf eine Sicherung beim Highlining, was den Sport lebensgefährlich macht. Denn wer hier die Balance verliert, verliert auch sein Leben. 

2.   Volcano Boarding

Das Volcano Boarding ist die schneelose Extremsportart zum Snowboarden und noch recht neu. Entstanden ist sie am Vulkan Cerro Negro in Nicaragua. Hier geht es auf Boards mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern den Abgrund hinab. Die größte Gefahr besteht, wenn ein Sportler stürzt und auf das raue Vulkangestein fällt. Denn dann drohen schwere Schnittverletzungen.

3.   Eisklettern

Eiskletterer sind an gefrorenen Wasserfällen oder großen Eiszapfen unterwegs. Sie klettern mit Hilfe von Eispickeln und Steigeisen nach oben. Das Eisklettern ist so riskant, weil sich das Eis immer wieder verändert. Besonders gefährlich wird es, wenn sich das Eis erwärmt und beim Klettern bricht. Auch die Kälte, die zusätzlich vom Eis abgestrahlt wird, ist nicht zu unterschätzen. Falsche Handschuhe können schnell Erfrierungen hervorrufen.

4.   Base-Jumping

Base-Jumper springen von Gebäuden, Brücken oder Felsen ab, oft aus weniger als 100 Metern Höhe. Und in dieser niedrigen Absprunghöhe liegt die Gefahr, dass nicht genug Zeit bleibt, um dem Fallschirm rechtzeitig zu öffnen. Daher darf der Jumper keinen Fehler machen.

5.   Höhlentauchen

Eine risikoreichere Variante zum Tauchen ist das Tauchen durch enge Höhlensysteme. Für die Taucher ist es nicht ganz ungefährlich, sich bei schlechten Sichtverhältnissen und ohne Tageslicht so tief im Wasser aufzuhalten. Und bei Gefahr kann nicht mal eben aufgetaucht werden. Selbst erfahrene Höhlentaucher erleiden Klaustrophobie- oder Panikattacken. 

Foto: fotolia.com © aquapix # 70116780

Kein Risiko ohne Absicherung

Auch wenn bei den genannten Extremsportarten gerade die damit einhergehende Gefahr einen großen Teil des Reizes ausmacht, sollten die möglichen Folgen im Vorfeld genau in den Blick genommen werden.

Unabhängig davon, wie sicher oder unsicher der konkrete Sport ist, können Unfälle mit schwerwiegenden Folgen nie ausgeschlossen werden. Gerade für Sportler mit Familie ist es daher zu empfehlen, sich um die Absicherung der Liebsten für den Fall zu kümmern, dass ein schwerer Unfall tatsächlich eintritt.

So kann eine private Unfallversicherung etwa die finanziellen Folgen abmindern. Denn die gesetzliche Unfallversicherung greift nur am Arbeitsplatz, sowie auf dem Arbeitsweg. Die finanzielle Absicherung lässt sich durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder noch weitergehend eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung noch weiter ausbauen, sollte in Folge eines Unfalls eine weitere Berufstätigkeit nicht möglich sein.

In jedem Fall empfehlenswert für Extremsportler ist eine Risikolebensversicherung. Stirbt der Versicherte bei Ausübung seines Extremsports, sind die Hinterbliebenen finanziell abgesichert. Jedoch ist zu beachten, dass Extremsportler für eine solche Police höhere Beiträge zahlen müssen als andere, da ihr Risiko höher ist.

Zudem sollte je nach Sportart genau abgeklärt werden, wie weit der Versicherungsschutz geht. Denn "Fahrlässigkeit" gibt es auch in Bezug auf Versicherungen. Wer daher beim ungesicherten Balancieren auf einem Seil über einem hundert Meter tiefen Abgrund abstürzt, kann sich nicht pauschal darauf verlassen, dass die Lebensversicherung greift.