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Radio Hamburg

Wieso der ganze Grusel?

Kürbisse, Streiche und Süßes: Das ist Halloween!

Hamburg, 30.09.2015
Halloween

Wieso feiern wir eigentlich Halloween?

Wo kommt Halloween eigentlich her – und kann man für Streiche bestraft werden?

Seit einigen Jahren feiern wir hier in Deutschland verstärkt Halloween - aber weshalb eigentlich? Die meisten halten das gruselige Verkleidungs-Fest nur für einen amerikanischen Trend. Wir verraten Euch, was wirklich dahinter steckt!

Halloween bedeutet ursprünglich "All Hallows' Eve" (Allerheiligenabend) - also ein katholischer Name für die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Ursprünglich jedoch wurde an diesem Datum schon viel hunderte Jahre vor Christus das keltische Samhain-Fest gefeiert, der keltische Neujahrstag. Die Kelten glaubten, dass an diesem Tag die Seelen der Toten auf der Erde wandeln und von den Seelen der Lebenden Besitz ergreifen würden. Deshalb verkleideten sie sich. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde diese Tradition von irischen Einwanderern mit in die USA gebracht.

Der Brauch, Kürbisse auszuhöhlen und aufzustellen, kommt ebenfalls aus Irland. Dort lebte der Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein. Nach seinem Tod kam Jack aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber wegen des genervten Teufels auch nicht in die Hölle. Schließlich hatte der Teufel doch ein gewisses Einsehen und schenkte Jack eine Rübe und eine glühende Kohle, damit er damit durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eigentlich eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus.

Aus kommerziellen Gründen schwappt die Halloween-Welle seit Anfang der 1990er Jahre nach Europa. Aber es finden immer mehr Menschen - ob jung oder alt - Spaß an den gruseligen Verkleidungen und Bräuchen.

Süßes oder Saures

Wenn es am Abend von Halloween an der Tür klingelt, kann man davon ausgehen, dass verkleidete Kids die berühmte "Süßes oder Saures"-Frage stellen. Also am Besten ein paar Süßigkeiten Zuhause bunkern! Hintergrund dieses Brauches: Im neunten Jahrhundert zogen Christen von Tür zu Tür und baten um Seelenbrot.

Streiche sind keine Kavaliersdelikte

Meist werden Halloween-Streiche nur angedroht, weil Nachbarn oder Familie schon freiwillig Süßes oder ein paar Cent als "Bestechung" für den verkleideten Geist rausrücken. In vielen Fällen wird sonst gern auf den Zahnpasta-Streich zurückgegriffen - also Zahnpasta auf die Türklinke schmieren. Ebenso gern genommen: das Haus, Bäume oder Aufgänge mit Toilettenpapier verzieren. Beides eher harmlos und schnell wieder zu beseitigen.

Doch oft genug werden unter dem Deckmantel der dunklen Halloween-Nacht nicht nur harmlose Streiche gespielt. Verschandelungen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind (Graffiti-Kürbisse an der Hauswand etc.) können Ärger mit sich bringen und sogar die Polizei auf den Plan rufen.

Halloween-Streiche können zu Straftaten werden, warnt die Hamburger Polizei. In so einem Fall müssen sich dann Halloween-Party-Gänger wegen Sachbeschädigung, Vandalismus oder sogar Diebstahl verantworten. Wichtig: Auch hier haften Eltern für ihre minderjährigen Kinder - also lieber die kleinen Skelette auf ihrer Geistertour begleiten. Hier die Streich-Straf-Liste der Polizei:

Halloween-Streich Straftat
Autoschlösser verkleben, Blumenkästen zerstören Sachbeschädigung, Vandalismus
Böller in den Briefkasten werfen grober Unfug, Sachbeschädigung
Pflanzen ausreißen grober Unfug
Eier auf Autos werfen Sachbeschädigung
Kanaldeckel auf Straße legen Folgen nicht abschaubar, kann lebensgefährlich für Passanten sein
Anderem Kind Süßigkeiten wegnehmen und Prügel androhen Raub
Minderjährige prügeln sich um Süßes, Geld etc. Körperverletzung

Aber gegen ein paar Harmlosigkeiten hat sicher keiner etwas einzuwenden. Hauptsache, es tut niemandem weh, nichts geht kaputt und alle haben Spaß. Happy Halloween!

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