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Radio Hamburg

Unsere Staupiloten stellen sich vor

Carsten Runge war sofort Feuer und Flamme

Pilot zu werden war nicht der Jugendtraum von Carsten Runge, früher bevorzugte er den Gedanken als Polizist zu arbeiten.

Carsten Runge, 48 Jahre

Wie sind Sie zum Fliegen gekommen? : Ich war mit einem Geschäftspartner, mit dem ich für den HSV gearbeitet habe, auf der Autobahn und während des Smalltalks haben wir uns über unsere Wochenendpläne unterhalten. Da hat er mir erzählt, dass er sich in einer Flugausbildung befindet und den Schein zum Gyrocopter Piloten anstrebt.  Das hat mich neugierig gemacht und ich bin einfach mal mit ihm zum Flugplatz. Mein Jugendtraum war es früher nicht, ich dachte da mehr an Polizist, aber ich bin froh, dass ich mich so entschieden habe.

Welche Ausbildung haben Sie durchlaufen? : Nach einem Probeflug habe ich mich für die Flugschule angemeldet und war sofort Feuer und Flamme. Nach meiner Flugausbildung habe ich die Passagierberechtigung erhalten und mittlerweile bin ich seit vier Jahren dabei.

Wie viele Flugstunden haben Sie schon absolviert? :  400 Flugstunden und eigentlich sind nur sechs pro Jahr erforderlich.

Was war Ihr atemberaubendstes Erlebnis in der Luft? : Der Anflug mit einem Freund Richtung Bremerhaven war toll. Dort gibt es eine sehr schöne Anflugstrecke und man muss, wenn der Wind aus Süden kommt, um den Flugplatz und über die Weser fliegen um zu landen. Dabei fliegt man über den Hafen und sieht die Schiffe unter sich. Bremerhaven hat einfach einen sehr schönen Flugplatz, auf dem es Spaß macht zu landen.

Gab es schon kritische Situationen? : Kritisch nicht, aber in der Hamburger Kontrollzone muss man sich unglaublich konzentrieren. Der Flugverkehr ist sehr stark und man wird lediglich durch den Tower geleitet.

Was sagt Ihre Familie zur Fliegerei? : Meine Verlobte, Nikola Trede, teilt glücklicherweise meine Freude an der Fliegerei. Allerdings hat sie davor trotzdem großen Respekt und es gibt auch Tage, an denen sie sich Sorgen macht. Meine achtjährige Tochter Carolina ist zwar noch nicht mitgeflogen, saß aber schon mal im Flieger.

Wie haben Sie und Markus Lohmann sich kennen gelernt? : Wir haben uns immer wieder auf dem Flugplatz gesehen und hatten unsere Hangar (So nennt man die Flugzeug-Garagen) direkt nebeneinander. Wir sind irgendwann ins Gespräch gekommen und weil ich sehr stark ausgebucht bin, haben wir uns zusammengetan und Markus ist in meine Firma „Helicopter-Fly“ eingestiegen.