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Radio Hamburg

Hitzefrei im Büro?

In Ausnahmefällen

Drückende 34 Grad draußen und drinnen. Müssen Sie weiterarbeiten?

Wir haben alle auf den Sommer gewartet, nach Sonne gelechzt und sobald die Temperaturen über 25 Grad steigen beginnen wir zu stöhnen, dass es zu heiß sei. Die Hitzewelle, die aber in den nächsten Tagen auf uns zurollt kann allerdings wirklich eine Qual sein, vor allem, wenn man in nicht-klimatisierten Büros vor sich hin schwitzen muss. Kein klarer Gedanke ist mehr zu fassen, die Unterarme kleben am Tisch fest und beim Aufstehen sieht jeder Kollege das Schweiß-Rinnsal, dass ich durch das Hemd am Rücken abzeichnet. Zuhause bleiben, Hitzefrei bekommen - geht das und ist das rechtens?

Richtiges Hitzefrei wie in der Schule gibt's vom Arbeitgeber nicht, er ist dazu nicht verpflichtet.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch steht dazu: "Die Arbeitnehmer müssen gegen Gefahr für Leben und Gesundheit soweit geschützt werden, als es die Natur der Dienstleistung gestattet." Aha! Oder besser: Versteh ich nicht, denn schlauer macht das nicht gerade. Einen Schritt näher kommt man dem Ganzen beim Lesen der Arbeitsstätten-Verordnung, die eine "gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur" vorschreibt. Sie merken schon: einen direkten Arbeits-Freispruch gibt es nicht.

Allerdings unterstehen Schwangere und stillende Mütter einem besonderen Schutz. Sie müssen ein ärztliches Attest vorweisen, das eine bestimmte Raumtemperatur fordert. Kann die vom Arbeitgeber nicht eingehalten werden, haben Sie einen Anspruch auf einen anderen Arbeitsort oder eine Freistellung mit Zahlung des Mutterschutzlohns.

Und auch hier greift wieder die Arbeitsstätten-Richtlinie, denn danach muss der Arbeitgeber wirksame Schutzvorkehrungen treffen. Das heißt: Jalousien installieren, direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft vermeiden. Sonderregelungen an heißen Tagen variieren von Arbeitgeber zu Arbeitgeber und sind nicht einzufordern, sondern der gute Wille des Chefs, der ja schließlich auch an der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter interessiert ist. Meistens gibt's Extra-Pausen, kostenlose kalte Getränke, verkürzte Arbeitszeiten, das Abbummeln von Überstunden wird vorgezogen oder in Berufsbranchen mit Bekleidungs-Kodex werden die Richtlinien gelockert (Shirt statt Hemd, Sandalen statt hochgeschlossenen Lackschuhen).

Fazit: Einklagbares Hitzefrei gibt es nicht. Da aber der Chef meist genau so sehr schwitzt wie Sie, einfach das offene Gespräch suchen und so eine für beide Seiten annehmbare Vereinbarung finden.