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Radio Hamburg

Sieben Wochen Regen oder Sonne?

Die Wetterprognose zum Siebenschläfer-Tag

Hamburg, 26.06.2012
Siebenschläfer 2012

Alle wichtigen Informationen zum Siebenschläfertag 2012 am 27. Juni.

Am Mittwoch (27.06.) ist der Siebenschläfertag. Was der bedeutet, wie das Wetter wird und was es mit der Hitzewelle zum Ende der Woche auf sich hat, lesen Sie hier.

Regnet’s am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag. Hoffentlich stimmt die alte Bauernweisheit nicht, denn für den Siebenschläfertag (27.06.) ist nicht gerade schönes Wetter angesagt. Am Mittwoch bringt nämlich Tief "Lisa" aus Westen Regen, der sich im Lauf des Tages über der Mitte Deutschlands ostwärts ausbreitet. Einzelne Gewitter seien nicht auszuschließen, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraus. Nur der äußerste Norden und der Süden bekommen keinen Regen ab, dort gibt es auch Wolkenlücken.

Das sei aber noch kein Vorzeichen für die kommenden sieben Wochen, versicherte DWD-Meteorologe Simon Trippler. Zwar bilde sich tatsächlich Ende Juni/Anfang Juli oft eine stabile Wetterlage aus, "aber dafür darf man nicht nur einen Tag betrachten." Bis zum 10. Juli müsse man schon schauen.

Zum Wochenausklang wird's mal wieder richtig warm

Das meint auch Clemens Grohs aus unserem Wetterexperten-Team. Der Diplom-Meteorologe vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation  Hamburg prognostiziert außerdem für die nächsten Tage eine leichte Hitzewelle: "Nach einem unterkühlten Wochenstart steigen die Temperaturen dann ab Donnerstag zumindest wieder deutlich über die 20 Grad-Marke. Besonders am Freitag kann es mit Werten bis 26 Grad drückend schwül werden. Ursache ist ein Tief über dem Atlantik, dass auf seiner Vorderseite einen Schwall subtropischer Warmluft aus Spanien nach Hamburg führt. Allerdings steigt durch diese energiereichen Luftmassen auch die Schauer- und Gewittergefahr wieder an. Bis Anfang Juli kann sich das Wetter mit Werten von 20 bis 25 Grad behaupten. Ob sich dann endlich einmal ein stabiles Hochdruckgebiet durchsetzen kann, um uns einen schönen und warmen Juli zu bescheren, kann derzeit nicht seriös prognostiziert werden."

Ist der Zick-Zack-Sommer ungewöhnlich?

Clemens Grohs kann das ganz klar beantworten: "Nein!" Und fügt an: "Das ist ein ganz normaler Start in den Sommer. In Hamburg ist es gerade mal zwei Grad kälter im Vergleich zum 30-jährigen Schnitt. Der Norden ist eben was das Wetter angeht nicht zu begünstigt. Wir stehen immer unter dem Einfluss des Atlantiks und der Westwetterlage. Daher ist es bei uns in Hamburg immer leicht wechselhaft."

Diese Bedeutung hat der Siebenschläfertag

 Der Siebenschläfertag galt über Jahrhunderte als Weichensteller für das Sommerwetter, und nach der Statistik trifft das auch in bis zu 70 Prozent der Jahre zu, wenn nicht nur der eine Tag gewertet wird. Die moderne Meteorologie hat eine Erklärung: Entscheidend sei der Verlauf des sogenannten Jetstreams mit starkem Wind in großer Höhe. Liege seine Bahn nördlich von Deutschland, herrsche sonniges und warmes Wetter, verlaufe sie südlich, dominiere Regen. Derzeit beschreibe der Jetstream aber keine gerade Bahn, sondern mache Kurven, erläuterte Meteorologe Trippler.

Woher kommt der Name Siebenschläfer?

Der Tag hat auf alle Fälle nichts mit dem kleinen possierlichen Tierchen zu tun, dem Siebenschläfer. Das ist ein mausähnliches Nagetier und es erhielt seinen Namen aufgrund seines sieben Monate andauernden Winterschlafs.

Der Siebenschläfertag verdankt seinen Namen hingegen einer alten Legende. Danach hatten sieben junge Christen in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249–251) in einer Berghöhle nahe Ephesus Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Der Legende nach starben sie nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später.

(aba)