Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Sind 20 Grad normal?

Warme Herbsttage in Hamburg

Hamburg, 18.10.2012

Wir freuen uns gerade über milde und warme Tage in Hamburg. Ist das normal und wie lang hält das an?

Unsere Wetterexpertin Anke hat es schon seit Tagen voraus gesagt: Am Donnerstag und bis zum Wochenende wird es richtig schon mild, teilweise sogar warm in Hamburg. Wir kratzen sogar an der 20-Grad-Marke. Natürlich freut uns da, wo die Tage kürzer werden und wir viel öfter mit Wind oder Regen zu kämpfen haben. Aber warum ist das so und ist das normal für diese Jahreszeit? Frank Böttcher aus unserem Wetterexperten-Team beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die goldenen Herbsttage.

Trockenste Wochenende des ganzen Jahres erwartet

 Frank Böttcher: "Typisch für das dritte Oktoberwochenende ist sind in Deutschland Hochdruckgebiete und Phasen des „goldenen Oktobers“. So weist das dritte Oktoberwochenende beispielsweise in Hamburg einen mittleren Luftdruck von 1016hPa aus, während die übrigen Wochenenden im Oktober mit 1012hPa (1.), 1014hPa (2.) und 1012hPa (4.) im Mittel deutlich häufiger von Tiefdruckgebieten beeinflusst werden. In Hamburg ist das 3. Oktoberwochenende sogar das trockenste im ganzen Jahr, bezogen auf die letzten dreißig Jahre. Oft wird dieser Phase des Herbstes noch einmal ein durch Warmluftzufuhr aus dem aus subtropischen Breiten gestütztes Hochdruckgebiet über Mitteleuropa aufgebaut. Ähnliche ausgeprägte Warmluftvorstöße sind allerdings selten."

Bleibt es noch länger so schön?

Frank Böttcher: "Sowohl die Modelle als auch die Klimastatistik lassen für die kommende Woche eine deutliche Abkühlung erwarten. Nach der sonnigsten Phase, die bis wir am Freitag erwarten, nimmt die Neigung zur Hochnebelbildung ab Samstag deutlich zu. So ist bereits für Sonntag eine 50/50 Verteilung der sonnig-warmen Regionen im Vergleich zu den Hochnebelregionen mit deutlich niedrigeren Temperaturen zu erwarten. Ende der kommenden Wochen neigen die Modelle zu einer deutlichen Abkühlung."

Der Meteorologe weist außerdem darauf hin, dass es im Mittel der letzten 30 Jahre nach besonders warmen Phasen um das dritte Oktoberwochenende vermehrt zu sehr deutlichen Abkühlungen kam. Er spricht sogar von Schneeschauer im Flachland und Schneefälle am Alpenrand, die rund um das letzte Oktoberwochenende auftreten können.

Kann schon mit dem ersten Schnee gerechnet werden?

Frank Böttcher: "Eins ist klar: der Einbruch polarer Kaltluft ist durchaus möglich. Bei einer ähnlichen Wetterlage ist 1977 wenige Tage nach der sehr extrem milden Phase Polarluft bis in die Mittelmeerregionen vorgedrungen. In Deutschland waren Schneefälle am Alpenrand und Schneeschauer bis in Flachland die Folge. 1921 entwickelte sich eine ähnliche Wetterlage anders: Hier blieb es bis zum Monatsende verhältnismäßig mild. Auf die große Milde könnte also zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine große Abkühlung folgen, die auch Schneeschauer im Flachland möglich macht.

Das könnte Sie auch zum Thema Wetter in Hamburg interessieren:

Wie entsteht Graupel?

Wie entsteht Hochnebel?

 

(fbö/aba)