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Radio Hamburg

Amtliche Unwetterwarnung

Alle wichtigen Infos zum Orkantief "Xaver"

Hamburg/Kiel, 05.12.2013
Sturm Xaver Sturmschäden Orkantief

An der Nordsee ist mit extremen Orkanböen von über 140 Kilometern pro Stunde zu rechnen.

Orkantief "Xaver" rückt an: Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstagmorgen (5.12.) vor extremem Unwetter in Norddeutschland gewarnt.

 

Vom Vormittag an sei mit extremen Orkanböen von über 140 Kilometern pro Stunde an der Nordsee und Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten um 130 Kilometer pro Stunde an der Ostsee zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstagmorgen in einer Unwetterwarnung mit. Das entspricht Windstärke zwölf. Ab Mittag rechnet der DWD mit Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Zudem könne es in der Nacht stellenweise zu Glätte durch überfrierende Nässe kommen.

Amtliche Unwetterwarnung

An der Nordsee treten ab Donnerstagvormittag extreme Orkanböen über 140 km/h aus Südwest, später Nordwest auf. Nahe der Ostsee sollen Orkanböen um 120 km/h (Stärke 12), im angrenzenden Binnenland orkanartige Böen um 110 km/h (Stärke 11) auftreten.

Hochbahn: "Baumtrupps" und Personalverstärkung

Die Hamburger Hochbahn setzt unter anderem zusätzliche und längere Züge ein. Außerdem werden vier "Baumtrupps" im Einsatz sein, die bei Behinderungen durch umgestürzte Bäume an den Schienen eingreifen können. Zusätzlich wird ein Buskonzept erarbeitet - es werden zusätzliche Busse eingesetzt, Linien verstärkt und Bereitschaftswagen vorgehalten. Der Busverkehr wird am Donnerstag (4.12.) aber je nach Straßenlage beeinträchtigt sein. Um das Informationsangebot vor Ort auszuweiten, wird mehr Sicherheits-, Info- und Servicepersonal eingesetzt. Die Hochbahn wird außerdem regelmäßig auf  facebook.de/hochbahn und  twitter.com/hochbahn (Hashtag #xaver) über die aktuelle Verkehrslage informieren.

Auch die AKN sorgt für erhöhte Bereitschaft. In allen Bereichen wird das Personal verstärkt, um schneller eventuelle Sturmschäden beheben zu können. Unter der Service-Nummer 04191/ 933 933  und im Internet unter  akn.de bekommen Sie Informationen zur aktuellen Lage.

Deutsche Bahn rüstet sich für Xaver

Die Deutsche Bahn (DB) bereitet sich intensiv mit zusätzlichem Personal und technischer Ausrüstung auf auf das Orkantief "Xaver" und mögliche Schneefälle in Norddeutschland vor. Besonders im nördlichen Niedersachsen sowie in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ist mit Einschränkungen oder auch Einstellungen des Zugverkehrs zu rechnen. Da auch der Straßenverkehr betroffen sein wird, können Busersatzverkehre voraussichtlich nur begrenzt realisiert werden. Aktuelle Infos zur Lage bekommen Sie unter www.bahn.de.

Sylt-Shuttle wird ab Windstärke 12 eingestellt

Der Sylt-Shuttle zwischen Niebüll und Westerland muss ab Windstärke zwölf eingestellt werden.  Reisende werden gebeten sich vor Fahrtantritt über die Zugverbindungen unter 0180 6 99 66 33 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) sowie im Internet unter www.bahn.de zu informieren.

Nord-Ostsee-Bahn rechnet mit Verspätungen

Die NOB rechnet bereits im Laufe des Donnerstagvormittags mit ersten Auswirkungen von Orkantief "Xaver" und schließt Verspätungen nicht aus. Es kann sogar zur Einstellung des Zugverkehrs kommen. Reisende werden gebeten, sich regelmäßig unter www.nob.de zu informieren. Ein Busersatzverkehr ist zurzeit nicht geplant.

Verspätungen am Flughafen

Auch der Flugverkehr wird von Sturmtief "Xaver" betroffen sein. Ob ihr Flieger abhebt oder Verspätung hat, erfahren Sie unter www.airport.de. 

Dom und Weihnachtsmärkte bleiben geschlossen

Aufgrund des drohenden Orkantiefs "Xaver" sollen der Dom und alle Weihnachtsmärkte in Hamburg von Donnerstag an zunächst geschlossen bleiben. Dies haben die Bezirksämter beziehungsweise die Wirtschaftsbehörde angeordnet. Die Marktbetreiber wurden aufgefordert, ihre gesamte Ausstattung zu sichern und den Betrieb vorübergehend ab dem Nachmittag einzustellen.

Der "Historische Weihnachtsmarkt" am Hamburger Rathaus werde um 15:00 Uhr schließen, teilte eine Sprecherin des Betreibers Roncalli Markt GmbH mit. "Der Dom wird am Donnerstag zunächst geschlossen bleiben", kündigte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde an. Die Betreiber der Fahrgeschäfte sind bereits aufgefordert worden, sämtliche Außeninstallationen abzubauen und ihre Geschäfte zu sichern.

Forstbehörde warnt vor Waldbesuchen

Die oberste Forstbehörde warnt für die kommenden zwei Tage vor einem Betreten der Wälder. Die orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h könnten Bäume und Äste abbrechen und Waldbesucher verletzen.

Feuerwehr in Alarmbereitschaft

Nahezu alle verfügbaren Feuerwehrleute haben Rufbereitschaft und können kurzfristig zum Einsatz kommen. Manfred Stahl von der Hamburger Feuerwehr, wie können sich denn die Menschen in Hamburg auf den Sturm vorbereiten? "Wichtig ist, dass sie sich ihr Haus selber noch einmal angucken und kontrollieren, ob irgendwo noch lose Teile herumliegen. Auch in den Garten sollte man einen Blick werfen, ovb dort morsche Bäume stehen, die eventuell umkippen könnten.

Hamburger Schulen gehen von regulärem Unterricht aus

Die Hamburger Schulen stellen sich zunächst darauf ein, dass die Schule am Donnerstag und Freitag regulär stattfinden wird. Das teilte die Schulbehörde in einer Pressemitteilung am Mittwoch (4.12.) mit. Derzeit ist es noch nicht möglich, den Zeitpunkt und die Schwere des Unwetters genau zu bestimmen. Möglicherweise werden die Schulen im Laufe des Donnerstags eine Anweisung erhalten, Schüler nach Hause gehen zu lassen. Dabei gilt insbesondere für Grundschulen, dass eine Abholung durch die Eltern gesichert sein muss. Können die Kinder nicht abgeholt werden, stellt die Schule eine Betreuung in Notfallgruppen sicher.

Verhaltenstipps bei Sturm

So verhalten Sie sich bei Unwetter richtig

  • Vermeiden Sie im Sturmzeitraum den Aufenthalt im Freien

  • Schließen Sie alle Fenster und Türen

  • Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht unter hohen Bäumen

  • Nutzen Sie den Notruf 112 oder 110 ausschließlich bei lebensbedrohlichen Notfällen. Melden Sie bitte nicht lebensbedrohliche Notfälle per Email an unwetter@leitstelle-nord.de oder per Fax an 0461/ 99 93 05 49. Sollten Sie weder über Email noch über Fax verfügen, melden Sie Ihren Sturmschaden erst, wenn der Sturm merklich nachgelassen hat.

    Sollte das Kommunikationsnetz ausgefallen sein, suchen Sie in dringenden Fällen das nächste Feuerwehrgerätehaus auf, soweit es Ihnen gefahrlos möglich ist.

  • Die Stadtreinigung Hamburg weist vorsorglich darauf hin, dass der angekündigte Orkan "Xaver" die zur Abfuhr bereitgestellten Mülltonnen und gelbe Säcke mitreißen könnte. Sie rät deshalb, die geleerten Mülltonnen möglichst schnell zurück an einen sturmsicheren Ort zu bringen.

Entscheidung über Unterricht am Freitag steht noch aus

Ob am Freitag Unterricht stattfinden kann, wird die Schulbehörde in enger Abstimmung mit dem Katastrophenschutz in der Nacht zum Freitag entscheiden. Über die Entscheidung wird die Schulbehörde über die Homepage der Schulbehörde und die Schulbüros informieren. In ihrer Pressemitteilung weist die Schulbehörde auch darauf hin, dass Eltern in Gefährdungssituationen immer das Recht haben, ihre Kinder präventiv nicht zur Schule zu schicken.

Nordseeküste: Böen mit mehr als 140 km/h möglich

Das Orkantief "Xaver" wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes voraussichtlich in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Am Donnerstagnachmittag (5.12.) sei an der Nordseeküste mit Böen der Stärke 12 zu rechnen und im Binnenland mit Stärke 11, sagte der Meteorologe Rüdiger Hartig am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. In der Nacht zum Freitag werde es so weitergehen. An der Nordsee sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes extrem starke Böen von mehr als 140 Kilometern in der Stunde möglich.

Lest auch: Schleswig-Holstein: Fährverkehr eingestellt - Schule fällt aus

Am Freitag (6.12.) fällt in Schleswig-Holstein landesweit der Unterricht ganz aus.

Sturmflut in Hamburg und Bremen möglich

Der Norden muss sich außerdem gleich auf eine Folge von schweren Sturmfluten einstellen. "Es können drei hintereinander sein", hieß es beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die höchste der Sturmfluten wird nach bisheriger Einschätzung in der Nacht zum Freitag - nach Mitternacht - in Ostfriesland und an der Nordseeinsel Borkum erwartet. Später soll der Scheitel dann die Elbmündung bei Cuxhaven und parallel dazu Nordfriesland erreichen. In Hamburg und Bremen soll die Sturmflut Freitagfrüh ankommen. Die Prognose könne sich aber noch um bis zu sechs Stunden verschieben. Bereits am Donnerstagnachmittag könnte das Hochwasser in Nordfriesland Sturmflutniveau erreichen.

Nordsee: Behinderungen im Schiffsverkehr

An der Nordseeküste Schleswig-Holsteins wird mit starken Behinderungen im Schiffsverkehr gerechnet. Wind und Sturmflut könnten die Schifffahrt auch zum Stillstand bringen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel am Mittwoch. An den Fähren zu den nordfriesischen Inseln und Halligen im Wattenmeer könnte es ebenfalls zu Ausfällen kommen. Auch auf der Bahnverbindung nach Sylt drohen Einschränkungen. Der Fährbetrieb zur Insel Juist wird wegen der Sturmflut- und Orkanwarnung am Donnerstag und Freitag eingestellt. Das teilte die AG Norden-Frisia am Mittwoch mit. Auch die Insel Norderney wird nur noch am Donnerstagmorgen angelaufen.

Lest auch: Sturmbilanz in Hamburg: 4000 Schadensfälle vermutet - Immer noch Zugausfälle

Die Deutsche Bahn kämpft noch immer mit Sturmschäden, während Feuerwehr, THW und Stadtreinigung weiter in Hamburg ...

(dpa / mgä / ste)

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