Die SPD fordert ein geschlossenes Jugendheim für jugendliche Gewaltverbrecher.
Anti-Gewalt-Konzept
SPD fordert Jugendheime
Die Hamburger SPD fordert wegen der Gewaltverbrechen geschlossene Jugendheime.
Braucht Hamburg wieder ein geschlossenes Jugendheim? Die SPD beantwortet die Frage in ihrem neuen Anti-Jugendgewalt-Konzept ganz klar mit Ja. Hintergrund sind die Gewaltverbrechen in letzter Zeit bei uns in der Stadt. Zuletzt hat am Montagabend (26.07.10) ein 17-jähriger Wiederholungstäter einen 25-Jährigen in Dulsberg krankenhausreif geprügelt.
Die immer wieder in die Schlagzeilen geratene geschlossene Unterbringung für kriminelle Jugendliche in der Feuerbergstraße ist erst Ende 2008 geschlossen worden. Was sollte nun besser laufen? "Wir wollen einen neuen Weg gehen, um zu gucken, dass man eine qualifizierte und intensivpädagogische Einrichtung schafft, die dann auch vernünftig ausgelastet wird und das ist ein völlig anderes Konzept. Und dass wir das brauchen, zeigen uns viele Gespräche mit Experten, die wir hier in den letzten Wochen geführt haben", so Andreas Dressel, Innenexperte der SPD.
Als Standort für das Jugendheim schlägt Dressel die Elbinsel Hahnöfersand vor. Dort gibt es bereits ein Gefängnis. "Ich glaube, der Bedarf ist auch in anderen Nordländern vorhanden, um zu gucken: welche Örtlichkeit ist geeignet, wie soll das räumlich strukturiert sein, was ist das pädagogische Konzept. Wichtig ist, dass Hamburg keinen Alleingang fährt, sondern gemeinsam mit den anderen Ländern einen Weg geht. Dann können wir auch so ein Desaster wie in der Feuerbergstraße vermeiden", so Dressel weiter.
Der Vorschlag ist Teil des Anti-Jugendgewalt-Konzeptes der SPD. Darin fordert die SPD auch ein Waffenverbot im öffentlichen Nahverkehr, verbindliche Anti-Gewalttrainings und schnellere Strafverfahren.



