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Trotz Arbeit herrscht bei vielen am Ende des Monats Ebbe im Portemonnaie.
Mini-Löhne für Millionen
Arm trotz Arbeit
Erschreckend: Über 18 Prozent aller Beschäftigten verdienen weniger als 8,50 € Stunde.
Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universität Duisburg-Essen gekommen. Danach provitiert fast jeder Fünfte von der Einführung eines Mindeslohns so wie er von Gewerkschaften gefordert wird. Die Studie zeigt außerdem, dass der Anteil der Geringverdiener von 1998 bis 2008 stetig angestiegen ist. Von den Niedriglöhnen sind vor allem Minijobber, junge Menschen, befristet Beschäftigte, gering Qualifizierte, Ausländer und Frauen betroffen. Aber auch immer mehr Akademiker arbeiten für Mini-Löhne.
Eine Entwicklung, bei der offenbar die Arbeitsmarktreformen eine Rolle spielen: Der Druck eine schlecht bezahlte Stelle anzunehmen hat sich auch für gut Qualifizierte Arbeitnehmer erhöht. Unter Niedriglohn versteht man alles, was zwei Drittel des mittleren Stundenlohns nicht erreicht. Daraus wiederum leiten die Wissenschaftler die politische Forderung nach einem einheitlichen Mindestlohn ab, den sie auf 5,93 bis 9,18 Euro je Stunde setzen. Und der Deutschland-Vergleich zeigt: Niedriglöhne sind nicht wie oft vermutet ein rein ostdeutsches Problem, denn etwa jeder achte ostdeutsche Beschäftigte (12,8 Prozent) hatte 2008 weniger als 6 Euro pro Stunde verdient. In Westdeutschland sind es 5,4 Prozent der Beschäftigten gewesen.



