Ob eine elektronische Fußfessel kommt, entscheidet der Bund frühestens im Herbst. (Archivbild)
Serienvergewaltiger
Fußfessel gefordert
Die Hamburger SPD fordert für den Serientäter Hans-Peter W. elektronische Fussfesseln.
Der nach 30 Jahren aus dem Gefängnis entlassene Serienvergewaltiger gilt immer noch als gefährlich. Der 53-Jährige ist vor wenigen Tagen nach Hamburg gezogen. Die Polizei bezeichnet ihn als "tickende Zeitbombe". Zur Zeit wird er von der Polizei rund um die Uhr überwacht. Insgesamt sind rund 24 Polizeibeamte für den 53-Jährigen abgestellt. "Das Problem ist, dass es praktisch ein halbes Polizeikommissariat ist, das da im Einsatz ist. Und nehmen wir mal an, es kommen noch weitere Täter hinzu, dann ist das für unsere Polizei schwer zu leisten. Daher sollten wir unverzüglich alles tun, um auch weitere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen", so Andreas Dressel, Innenexperte der SPD.
Ob eine elektronische Fußfessel kommt, entscheidet der Bund frühestens im Herbst. Die Zeit drängt, denn aktuell bereiten sich Polizei und Behörden in Hamburg auf die Freilassung von 17 Schwerverbrechern vor, die bis 2024 aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden müssen.
Grund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte. Er hat entschieden, dass eine Sicherungsverwahrung nicht nachträglich verlängert werden darf.



