VMT/ADAC
Der Tunnel-Vergleich international zeigt: Die Sicherheit ist in den letzten Jahren angestiegen.
Tunnel-Test
Sicherheit der Röhren
Insgesamt 26 Tunnels hat der ADAC untersucht. Welche erfüllen die Sicherheitsstandards?
Zum zwölften Mal hat der Autofahrer-Verein ADAC Tunnels in Europa unter die Lupe genommen. In vierzehn Ländern sind die Tester des Automobilclubs unterwegs gewesen und haben dabei 26 Röhren untersucht. Die Erkenntnisse mitten in der Ferienzeit sind dabei weitgehend beriuhigend.
Insgesamt 16 Tunnels haben die Gesamtnote "sehr gut", vier das Prädikat "gut" bekommen. Zwei weitere Tunnels erhalten ein "ausreichend". Vier Tunnels fielen wegen Sicherheitsmängeln aber glatt durch, darunter auch der Tunnel Birth auf der A44 bei Velbert (Nordrhein-Westfalen). Er wurde mit der Gesamtnote "bedenklich" beanstandet. Dunkle Fahrbahnen in dem finsteren Tunnel, keine Videoüberwachung und fehlende Fluchtwegbeschreibungen sind die Hauptkritikpunkte. Der ADAC fordert eine rasche Sanierung des 25
Jahre alten Tunnels. Die beiden anderen in Deutschland geprüften Tunnels wurden dagegen mit "sehr gut" bewertet. Dabei handelte es sich um den Lohberg-Tunnel bei Darmstadt (Hessen) und den Richard-Strauss-Tunnel in München.
Sieger und Verlierer
Testsieger wurde der neu eröffnete Duplex-Tunnel auf der A86 bei Paris. Dieser französische Tunnel habe "geradezu Vorbildcharakter in puncto Sicherheit", lobte der ADAC. Der diesjährige Test bestätige die Tendenz, dass Europas Straßentunnels immer sicherer werden. Testverlierer war der erst zwölf Jahre alte Hvalfjörour-Tunnel in Island nördlich von Reykjavik. Der Testverlierer bleibe sicherheitstechnisch deutlich hinter den europäischen Mindeststandards zurück und sei dringend sanierungsbedürftig,kritisierte der ADAC. Ebenfalls bedenklich sind folgende Tunnels: der Claviere in Italien und der Pedro do Couto-Tunnel in Spanien.



