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Radio Hamburg

Herbert Grönemeyer

Gratis-Konzert für Opel-Mitarbeiter

Bochum, 05.12.2014
Herbert Grönemeyer, Pressebild, Universal Music, 2014

Der gebürtige Bochumer will die Mitarbeiter des Opel-Werks unterstützen.

Nachdem am Freitag (5.12) in Bochum der letzte Opel fertiggestellt wurde, will Herbert Grönemeyer die Mitarbeiter aus Solidarität zu einem Konzert einladen.

Als Zeichen seiner Solidarität will Herbert Grönemeyer die Mitarbeiter des schließenden Bochumer Opelwerks zum Konzert einladen. Am Freitagmorgen (5.12) war hier der letzte Opel vom Band gerollt. "Es gibt konkrete Überlegungen, ein Konzert für die Bochumer Opelaner zu spielen oder sie alle einzuladen", sagte der 58 Jahre alte Sänger der Deutschen Presse-Agentur in Bochum. "Es geht jetzt darum, ihnen Mut zu machen." Im nächsten Jahr schließt der Konzern das Werk wegen Überkapazitäten. Rund 3000 Beschäftigte in Bochum stehen dann vor einer ungewissen beruflichen Zukunft.

Grönemeyer will Opel-Mitarbeiter unterstützen

In einer solchen Situation könne sein Beitrag jedoch nur eine Geste sein, sagte Grönemeyer. "Viel wichtiger ist es, die Opel-Mitarbeiter so lange zu stützen, bis in der Stadt eine andere Beschäftigung für sie gefunden wird." Er selbst wolle helfen, die Wut über das "zynische Verhalten des Konzerns" öffentlich zu machen. "Vielleicht überlegen dann andere Autobauer, sich in Bochum anzusiedeln. Auch das wäre dann Solidarität", so Grönemeyer weiter.

Der Musiker, der in Bochum aufgewachsen ist und der Stadt ihre gleichnamige Hymne schenkte, empfiehlt eine weitere Form des Protests: "Vielleicht sollte man im Ruhrgebiet keinen Opel mehr kaufen."  Grönemeyer war am Donnerstag (04.12.) in der Stadt, weil er für den Radiopreis "1Live Krone" nominiert war. Bei der Publikumswahl konnte er sich allerdings nicht gegen den Singer-Songwriter Clueso als besten Künstler durchsetzen.

Ungewisse Zukunft

Die meisten der Opel-Mitarbeiter wechseln für maximal zwei  Jahre in eine Transfergesellschaft mit zunächst vollem und später auf 80 und dann 70 Prozent reduziertem Gehalt. Auf dem riesigen Werksgelände bleibt nur ein Ersatzteillager des Autokonzerns mit insgesamt 700 Beschäftigten. Die ausscheidenden Mitarbeiter bekommen neben der Transfergesellschaft Abfindungen - nach Gewerkschaftsberechnung im Schnitt 125.000 Euro pro Person, die aber versteuert werden müssen. Insgesamt kostet die Schließung des Werkes das Unternehmen nach unterschiedlichen Rechnungen von Gewerkschaft und Betriebsrat zwischen 550 und 700 Millionen Euro.

(dpa/asc)

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