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Radio Hamburg

Neue Tarifverträge

YouTube droht Musiklabels mit Sperrung

Hamburg, 04.06.2014
Youtube, Gesperrtes Video, Gesperrt

Werden wir in Zukunft noch öfter dieses YouTube-Gesicht sehen, weil bald diverse Inhalte gesperrt werden?

In 60 Tage werden bei YouTube diverse Videos gesperrt, wenn die einzelnen Indie-Musiklabels nicht einlenken und neue Vergütungsverträge unterzeichnen.

Weil YouTube offenbar eine mit Apple und Spotify konkurrierende Streamingplattform plant, zwingt YouTube Indie-Musiklabels dazu, neue Verträge zu unterschreiben. Ansonsten droht ihnen die Sperrung auf der Videoplattform. 60 Tage sind den Labels als Ulimatum gesetzt.

Weniger Geld für Labels und Gema

Ab Herbst soll der eigene Streamingdienst etabliert werden und bis dahin sollen die neuen Vergütungstarife unterschrieben sein. WIN (Worldwide Independent Network) berichtete, dass die Bedingungen des neuen Vertrages "äußerst ungünstig und nicht verhandelbar" seien, da die Vergütung unter der von anderen Streamingdiensten liege.

Der Unwille YouTubes, mehr Geld an die Künstler zu bezahlen, die ihre Musik auf der Plattform zur Verfügung stellen, ist seit Jahren ein Streitpunkt zwischen YouTube und der Gema. Laut einem Bericht der Google-Tochter fordert die Gema eine Vergütung von 0,375 Cent pro Videoaufruf. Dazu sagte YouTube-Sprecherin Mourina Latrache vor einem Jahr dem Online-Magazin " Golem.de": "Wir wollen der Gema einen Umsatzanteil zahlen. Was wir aber nicht machen können, ist pro View eines Videos zu zahlen, weil das nicht unserem Geschäftsmodell entspricht und wir nicht pro View eines Videos Geld verdienen."

Schwierigerer Einstieg für New Comer

Gerade für New Comer, die häufig zunächst bei kleineren Musiklabels unter Vertrag stehen, wird es dadurch in Zukunft schwieriger, ihre Musik im Netz zu verbreiten und dadurch Bekanntheit zu erlangen.

Wenn diese Regelung zum Beispiel schon früher eingetreten wäre, hätte es Cro, der zurzeit mit seinem Song "Traum" die deutschen Charts stürmt, vielleicht nicht so weit geschafft. Der Sänger war zu Beginn seiner Karriere bei dem Indie-Label Chimperator unter Vertrag. Mit seinem Song und dem Musikvideo zu "Easy" startete der sympathische Panda-Maskenträger seinen kometenhaften Aufstieg in den deutschen Musik-Olymp. Bis heute hat er fast zwei Millionen Tonträger verkauft und diverse Awards und Preise abgeräumt.

Ob sich die Independent Labels auf diese Forderung hin von dem Video-Riesen abwenden, die laut " rap.de" circa 20. bis 30 Prozent des Inhalts ausmachen oder ob die neuen Vergütungsverträge protestlos unterschrieben werden, bleibt abzuwarten. Das Ultimatum läuft.

(kru)

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