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Radio Hamburg

Kommentar zu Tidal

Was kann der neue Streamingdienst von Jay Z?

Hamburg, 08.04.2015
Tidal Screenshot

Die Weboberfläche von Tidal ist übersichtlich und modern gestaltet. 

Mit Tidal ist ein neuer Musikstreaming-Dienst ins Leben gerufen worden. Doch braucht die Welt ihn wirklich? Was kann er besser als die Konkurrenz?

Im Gegensatz zum wohl größten Konkurrenten Spotify kann Tidal bis dato mit exklusiven Veröffentlichungen (siehe Rihanna "American Oxygen") und unzähligen Musikvideos auffahren. Der größte Unterschied bleibt noch die angebotene Qualität, die aber auch einen höheren Preis nach sich zieht.

Verlustfreies Dateiformat

Bei Tidal hat man die Möglichkeit, seine Musik nebst dem komprimierten AAC-Format im verlustfreien FLAC (Free Lossless Audio Codec) abzuspielen. Diese Option hat man allerdings nur, wenn man statt der üblichen 9,99 Euro satte 19,99 Euro über die digitale Ladentheke schiebt. Dieses Format hat mit 1411 kbit/s eine wesentlich höhere Datentiefe als zum Beispiel MP3, welches in der Regel mit 320kbit/s abgespielt wird.

"This service is not for everyone"

Schon bei der Vorstellung sagte der Geschäftsführer Andy Chen, dass dieser Service nichts für jedermann ist. Zwar gibt es schon einen technischen Unterschied zwischen 320 und 1411 kbit/s, doch nicht jedes Ohr kann den Unterschied hören - zumal dazu auch das Wiedergabegerät eine Rolle spielt. Mit 10 Euro Kopfhörern aus dem Supermarkt wird man keine merklichen Unterschiede wahrnehmen können, da muss man schon mehr investieren. 

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Apps und Web-Player

Tidal gibt es bisher nur für iOS und Android Geräte. Wer den Streamingdienst am Computer oder am Mac benutzen will, muss vorerst auf den Web-Player zurückgreifen. Im Test musste ich jedoch feststellen, dass hier noch einiges aufzuholen ist. Auch wenn dieser optisch sehr ansprechend gestaltet ist, so hinkt die Performance ab und zu und so gab es trotz stabiler Internetverbindung alle zwei Songs einen Aussetzer mitten im Lied. Sogar als ich die Qualität auf die niedrigste Stufe (AAC+ 96 kbit/s) umstellte, blieb das Problem bestehen. Das geht einfach gar nicht. Vor allem nicht, wenn man den Dienst nutzt, um bei einer Privatparty Musik zu machen. 

Offline-Modus

Da macht es die Konkurrenz schon ein wenig besser. Bei Spotify kann man in der Mac- und in der Windows-Anwendung seine Musiksammlung so lange offline speichern, wie man den Premiumdienst abonniert hat. So ist man nicht auf eine stabile Verbindung angewiesen und kann sich immer darauf verlassen, dass die Musik flüssig läuft. 

Exklusive Inhalte

Hinter Tidal steht nicht nur Jay Z, sondern gleich ein ganzes Kollektiv an Musikern. Madonna, Daft Punk, Coldplay, Arcade Fire und viele mehr. Auch Taylor Swift, die erst letztes Jahr ihre komplette Diskografie von Spotify entfernen ließ, ist Teilhaberin an Tidal. Fans ihrer Musik müssen also zwangsläufig den Dienst wechseln, wenn sie ihre Musik streamen wollen. Kanye West kündigte bereits an, sein nächstes Album exklusiv auf Tidal zu veröffentlichen und Jay Z ließ gerade erst sein Debütalbum "Reasonable Doubt" aus Spotifys Musikkatalog entfernen, um es exklusiv auf Tidal präsentieren zu können. Außerdem bieten sie im Gegensatz zu anderen Diensten Musikvideos und Dokus an und so ist auch Rihannas Musikvideo zu "American Oxygen" nur dort zu sehen.

Lest auch: "American Oxygen": Rihanna veröffentlicht neuen Song exklusiv auf Tidal

Der neue Streamingdienst Tidal will sich mit exklusiven Inhalten von Konkurrenten wie Spotify oder Radio abheben.

Was wird die Zukunft bringen?

Mit Diensten wie Tidal, Spotify, Deezer, Rdio und Co. ist noch lange kein Ende in Sicht. Apple steht kurz davor Beats Music neu zu starten und hat im Zuge dessen schon den bekannten BBC Radio 1 Moderator Zane Lowe und Nine Inch Nails Sänger Trent Reznor ins Boot geholt. Im Vergleich zu Tidal, den Jay Z den Konzern für 56 Millionen Dollar gekauft hat, gab Apple für Beats Music über 2 Milliarden aus. Mit was genau wir von seitens Apple rechnen dürfen, erfahren wir aber wohl erst im Sommer. 

Ein Kommentar von Torge Santjer.  

(tsa)

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