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Radio Hamburg

Blurred Lines

Millionenstrafe für Robin Thicke und Pharell Williams

Los Angeles, 11.03.2015
Pharell Williams CN 7+8/14 Teaser

Die Mega-Stars Pharrell Williams und Robin Thicke haben im Plagiatsprozess um den Hit "Blurred Lines" verloren.

Weil "Blurred Lines" angeblich abgekupfert ist, hat ein kalifornisches Gericht Pharrell Williams und Robin Thicke zu einer Millionenstrafe verurteilt.

Wie ähnlich ist der Hit-Song «Blurred Lines» von Pharrell Williams und Robin Thicke einem 70er-Jahre-Hit von Marvin Gaye? Diese Frage beantwortete ein Gericht in Los Angeles. Die Musiker müssen nun eine hohe Strafe zahlen. Die beiden Songwriter müssen der Familie des 1984 gestorbenen Soul-Sängers Marvin Gaye wegen Copyright-Verletzung mehr als 7,3 Millionen Dollar (etwa 6,8 Millionen Euro) zahlen, urteilten die Geschworenen in Los Angeles nach US-Medienberichten am Dienstag (Ortszeit).

Geklaut von "Got to Give It Up"?

Der Richter gab damit Gayes' Kindern Recht, die angegeben hatten, dass Teile von "Blurred Lines" dem Song "Got to Give It Up" von Gaye aus dem Jahr 1977 zu sehr ähnelt. Nona Gaye sagte nach dem Urteilsspruch, dass sie sich nun von den Ketten, die ihnen Williams und Thicke anhängen wollten, befreit fühle, wie die Zeitung "USA Today" berichtete.

Pharell ist enttäuscht

Williams teilte laut "USA Today" durch seine Sprecherin Amanda Silverman mit, dass er von der Entscheidung der Geschworenen "extrem enttäuscht" sei. Pharell habe "Blurred Lines" aus eigenem Herzen, Verstand und Seele heraus geschaffen, hieß es in der Mitteilung. Williams hatte die Vorwürfe in dem Plagiatsprozess stets zurückgewiesen. Laut "Hollywood Reporter" hatte er vor Gericht eingeräumt, dass "Blurred Lines" ein 70er-Jahre-Feeling hätte und dass er Gaye bewundern würde, aber damit habe er kein Copyright verletzt. Man wolle doch nichts von jemandem wegnehmen "wenn man ihn liebt", zitierte das Blatt aus der Aussage des Musikers.

Während des Prozessen war zum Vorschein gekommen, dass "Blurred Lines" den Musikern und den beteiligten Plattenfirmen über 16 Millionen Dollar eingebracht haben soll. Die Gaye-Erben hatten ursprünglich eine Entschädigung von mehr als 25 Millionen Dollar gefordert.

(dpa/lhö)

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