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Radio Hamburg

"Blurred Lines" Prozess

Williams & Thicke fechten Urteil an

Los Angeles, 12.03.2015
Robin Thicke und Pharrell Williams

Pharrell Williams und Robin Thicke wollen das Plagiatsurteil nicht hinnehmen.

Der Plagiatsprozess gegen Pharrell Williams und Robin Thicke geht wohl eine neue Runde. Der Anwalt der beiden Musiker kündigte an, das Urteil anzufechten.

"Wir sind es Songschreibern auf der ganzen Welt schuldig, dass dieses Urteil so nicht bestehenbleibt", sagte Howard E. King am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Fernsehsender Fox Business. Ein Gericht in Los Angeles hatte am Dienstag eine Millionenstrafe verhängt, weil Williams und Thicke  Teile ihres Hit-Songs "Blurred Lines" abgekupfert haben sollen.

Die Pop-Stars müssen dem Urteil zufolge eine Strafe von rund 7,3 Millionen Dollar (etwa 6,8 Millionen Euro) an die Familie des 1984 verstorbenen Soul-Sängers Marvin Gaye zahlen. Die Geschworenen gaben damit Gayes' Kindern Recht, die angegeben hatten, dass Teile von "Blurred Lines" dem Song "Got to Give It Up" von Gaye aus dem Jahr 1977 zu sehr ähnelten. Nona Gaye sagte nach dem Urteilsspruch, dass sie sich nun von den Ketten befreit fühle, die ihnen Williams und Thicke anhängen wollten, wie die Zeitung "USA Today" berichtete. 

Auf die Frage, ob die Hinterbliebenen die Summe tatsächlich bekämen, antwortete King: "Nicht, wenn ich meinen Job richtig mache."

Der Anwalt der Kläger hatte zuvor erklärt, er erwarte nicht, dass Williams und Thicke das Urteil anfechten.

(dpa/aba)

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