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Radio Hamburg

Vorwürfe gegen Adele

Mega-Hit "Hello" nur ein Plagiat?

Hamburg, 04.11.2015
Gericht, Hammer, Urteil, Landgericht, Täter, Opfer, Prozess, Jurist

Das Internet streitet über die Originalität von Adeles "Hello" - ähnelt der Song einer über 40 Jahre alten Produktion zu sehr?

Kurz nach ihrem Musikvideo-Weltrekord (meiste Aufrufe in 24 Stunden) sieht sich Adele mit Songklau-Vorwürfen konfrontiert. Was ist dran?

Seit Jahrzehnten müssen sich erfolgreiche Mega-Stars immer wieder mit Songklau-Vorwürfen auseinander setzen. Je bekannter ein Hit, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass jemand früher oder später mit dahingehenden Anschuldigungen um die Ecke kommt, die sich oftmals zwar als unhaltbare Neid- oder Aufmerksamkeitssymptome, aber manchmal auch als berechtigt oder sogar offensichtlich entpuppen.

Die klaren Fälle

Fangen wir mit einigen Beispielen an, zu denen es kaum zwei Meinungen gibt. Diese Songkopien können kein Zufall sein!

Red Hot Chili Peppers - Dani California = Tom Petty - Last Dance With Mary Lane (hier ist sogar der Produzent identisch: Der zurecht legendäre Rick Rubin.)

Ray Parker Jr. - Ghostbusters = Huey Lewis & The News - I Want A New Drug

Coldplay - Viva La Vida = Joe Satriani - If I Could Fly

So deutlich ist es längt nicht immer

Die Grenze zwischen Inspiration und Entlehnung, zwischen Beeinflussung und Plagiat verläuft sehr fein. Je mehr Musik von Menschen, die ihrerseits Musik hören, geschaffen wird, desto mehr Ähnlichkeiten werden ans Tageslicht kommen. Musikalische Evolution und stilistische Vielfältigkeit entstehen natürlicherweise durch Weiterentwicklung von bereits Vorhandenem. In diesem Jahr wurden Robin Thicke und Pharrell Williams für ihren Mega-Hit "Blurred Lines" zu einer Entschädigung in Millionenhöhe verurteilt, weil der Song von Marvin Gaye geklaut sei. Klarer Fall, Grauzone oder falsches Urteil? Hört rein!

Der Fall Adele - Grenze überschritten?

Adeles neuer Mega-Hit "Hello" ist dem Song "Martha" von Tom Waits aus dem Jahr 1973 verblüffend ähnlich, so lautet zumindest der Vorwurf. Im Vergleich zu den vorstehenden Beispielen sind diese Anschuldigungen allerdings kaum noch tragbar. Die einzige festzustellende Gemeinsamkeit ist eine teilweise ähnliche harmonische Struktur, so dass der Gegenvorwurf kursiert, die Anklagenden würden die Viralität und den Erfolg von "Hello" für die Bekanntheits- und Reichweitensteigerung ihres vermeintlichen Originals und somit für ihre eigenen kommerziellen Zwecke ausnutzen wollen. Ob dem so ist oder nicht: Die Aufrufe des Songs "Martha" schnellen durch die Diskussion jedenfalls bemerkenswert in die Höhe. Hier beide Songs zum Selbstabgleich!

Wenn das schon ausreicht,...

... wäre populäre Musik sehr schnell durch ständige gegenseitige Anschuldigungen und Entschädigungsforderungen beschädigt und kaum ein Song entkäme noch der Anklage, beinahe jede Produktion stünde wohl unter Generalverdacht. Den meisten Akkordfolgen lassen sich schnell mehrere Anwendungsbeispiele zuordnen, einige sind beliebter, andere weniger. Völlig legitim, oder? Dieses Phänomen führen uns die australischen Comedy-Rocker "The Axis Of Awesome" sehr eindrucksvoll vor Augen - wer möchte hier die Beweiskette zum geistigen Eigentum aufarbeiten?

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