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Radio Hamburg

Trauer um David Bowie

Der Künstler plante seinen Abschied genau

London, 12.01.2016
David Bowie Trauer

Riesige Anteilnahme am Tod von David Bowie.

Pop-Genie, echtes Original, der Beste: Nach dem Tod von David Bowie trauert nicht nur die Musikwelt um einen ihrer Größten. Für viele Fans war die Nachricht ein Schock.

Die Musikwelt trauert um Pop-Legende David Bowie. Musiker und Fans weltweit nehmen am Abschied von dem britischen Musiker, der am Sonntag (10.01.) nur zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag an Krebs gestorben war. 18 Monate hat der Brite gegen die Krankheit gekämpft und am Ende verloren...

Seine zweite Ehefrau Iman Abdulmajid (60) wurde von ihren Gefühlen überwältigt und postete auf ihrem Instagram-Account zwei Bilder, mit denen sie sich an ihren verstorbenen Mann richtet: " Manchmal kennt man den wahren Wert eines Moments erst, wenn es eine Erinnerung geworden ist" und " Der Kampf ist echt, aber Gott ist es auch“.

Der Verlust und der Schmerz müssen für die Familie unvorstellbar sein.

Bowies Sohn aus erster Ehe, der Regisseur Duncan Jones (44) schrieb auf Twitter: "Es tut mir leid und ich bin traurig zu sagen, dass es wahr ist" und veröffentlichte ein Foto, das ihn als kleinen Jungen auf den Schultern seines Vaters zeigt. Bowie war in erster Ehe von 1970 bis 1980 mit Model Angela Barnett verheiratet. Am 30. Mai 1971 kam der gemeinsame Sohn Duncan Zowie Haywood Jones zur Welt.

Bowie plante seinen Abschied genau

Produzent Tony Visconti hat nun verraten, dass der kranke David Bowie seinen Abschied genau geplant hat. So soll er sein Album "Blackstar" als Abschiedsgeschenk für seine Fans konzipiert haben. Sein Tod war wie sein Leben - ein Kunstwerk. Das erklärt er in seinem Facebook-Post.

Trauer bei Weggefährten

Die Rolling Stones würdigten David Robert Jones, wie Bowie mit bürgerlichem Namen hieß, als Ausnahmekünstler und "echtes Original", die Band sei schockiert von seinem Tod. Der ehemalige Beatles-Sänger Paul McCartney (73) veröffentlichte auf seiner Homepage ein Foto von sich mit Bowie, auf dem die beiden fröhlich grinsen, und schrieb: "David war ein großer Star und ich weiß die Momente zu schätzen, die wir zusammen hatten."

Tief bestürzt zeigte sich auch ein langjähriger Freund und ehemaliger Mitbewohner Bowies: "Davids Freundschaft war das Licht meines Lebens", schrieb der US-Musiker Iggy Pop (68) auf Twitter. "Ich habe noch nie eine so brillante Person getroffen. Er war der Beste, den es gab."

Die beiden hatten in den 70er Jahren gemeinsam in einer Wohnung in West-Berlin gelebt, wo Bowie eine seiner kreativsten Phasen durchlebte. In seinem Lied "Heroes" besingt er ein Liebespaar, das sich im Schatten der Berliner Mauer geküsst hat. Das Berliner Hansa Tonstudio, wo Bowie unter anderem "Heroes" aufgenommen hat, will an diesem Freitag mit einer Trauerfeier an ihn erinnern.

Blumen und Kerzen

Vor Bowies ehemaligem Haus im Berliner Stadtteil Schöneberg legten Fans ebenso Blumen nieder wie an einem Bowie-Wandgemälde im Süden Londons. Dort war der Künstler am 8. Januar 1947 zur Welt gekommen. Auch in seiner Wahlheimat New York trauerten die Menschen: Vor seinem Wohnhaus im schicken Stadtteil SoHo und vor dem New York Theatre Workshop, wo derzeit Bowies Musical "Lazarus" gespielt wird, lagen am Montag zahlreiche Blumen und Kerzen.

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Der schwer kranke Künstler hat dem Regisseur des Musicals "Lazarus" zufolge trotzdem so oft wie möglich gearbeitet. "Es war eine sehr intensive Zeit, weil er manchmal sehr krank und in Behandlung war, aber er kam so viel wie möglich zu den Proben", sagte Ivo van Hove der "Times". Im Dezember hatte "Lazarus" in New York Premiere gefeiert. Bowie hatte die Musik dafür komponiert. Van Hove sagte der Zeitung, er habe nicht über Bowies Erkrankung sprechen dürfen. "Er war am Ende sehr zerbrechlich - körperlich, nicht psychisch", sagte der Belgier. Nachdem Bowie den Applaus nach der Premiere auf der Bühne entgegengenommen habe, habe er sich setzen müssen - habe aber vorgeschlagen, ein weiteres Musical zu machen.
"Ich fühlte, dass er nicht mit dem Tod kämpfte, sondern um das Leben - er wollte weiterleben."

Für eine Überraschung gut

1969 gelang Bowie mit "Space Oddity" der Durchbruch. Bowie, der sich und seine Musik immer wieder neu erfand, avancierte zu einem der einflussreichsten und mit rund 140 Millionen verkauften Platten auch erfolgreichsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Noch am 8. Januar, also Bowies Geburtstag, war sein neues Album "Blackstar" mit sieben Liedern erschienen.

In den offiziellen deutschen Charts war Bowie mehr als 500 Mal vertreten, wie GfK Entertainment mitteilte. Den größten Erfolg erreichte er demnach mit dem Lied "Let's Dance". Bowies 25. Studiowerk "Blackstar" könnte Ende dieser Woche an der Spitze der deutschen Charts stehen, hieß es. Es wäre Bowies zweites Nummer-eins-Album nach "The Next Day" (2013). Die Öffentlichkeit scheute Bowie seit Jahren. Mit seinem Comeback-Album "The Next Day" hatte er 2013 an seinem 66. Geburtstag die Öffentlichkeit überrascht.

Das Groninger Museum in den Niederlanden öffnete am Montag (11.01.) extra die Türen seiner Ausstellung über das Leben des Popstars und legte eine Kondolenzliste aus. Die Ausstellung mit rund 300 Objekten aus dem persönlichen Archiv des Sängers war auch schon in London und Berlin zu sehen.

US-Popstar Madonna veröffentlichte auf Twitter ein Foto, das sie mit Bowie zeigt. "Ich bin so glücklich, dich kennengelernt zu haben!!!! Hot Tramp I love you So!", schrieb die 57-Jährige dazu. Auf der Internationalen Raumstation ISS trauerte der britische Astronaut Tim Peake: "Seine Musik war eine Inspiration für viele."  (dpa/apr)

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