Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Bessere Prognose als vor 4 Jahren

Höhere Wahlbeteiligung in Hamburg

Hamburg, 24.09.2017
Wähler an Wahlurne wirft seinen Stimmzettel ein

In Großstädten wie bei uns in Hamburg scheint die Wahlbeteiligung höher zu sein als vor vier Jahren.

Bei der Bundestagswahl in Hamburg zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als vor vier Jahren. Bis 14 Uhr hatten am Sonntag nach Angaben des Statistikamts Nord 56,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt erst 52,4 Prozent. Bereits um 11.00 Uhr war die Zahl der abgegebenem Stimmen höher als 2013 gewesen. Insgesamt hatten vor vier Jahren in Hamburg 70,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre
Stimme abgegeben, 2009 waren es 71,3 Prozent gewesen.

Immens hoher Briefwahl-Anteil

 

Landeswahlleiter Oliver Rudolf war bereits vor der Wahl von einer höheren Wahlbeteiligung als 2013 ausgegangen, da Hamburgs Bürger zuvor in nie dagewesenem Ausmaß Briefwahlunterlagen bestellt hatten. Zur Wahl in Hamburg sollten nach Auskunft des Bundeswahlleiters wie in anderen Bundesländern OSZE-Beobachter kommen, sagte Rudolf.

In Hamburg sind fast 1,3 Millionen Hamburger aufgerufen, sich an der Wahl des 19. Deutschen Bundestags zu beteiligen. Auf den 16 Landeslisten bewerben sich in Hamburg insgesamt 131 Kandidaten - 49 Frauen und 82 Männer - um einen Sitz im Deutschen Bundestag. Mit einem einigermaßen belastbaren Hamburger Ergebnis rechnet Landeswahlleiter Oliver Rudolf rund drei Stunden nach Schließung der 1276 Wahllokale um 18 Uhr, wenn wohl etwa 90 Prozent der Stimmen ausgezählt sind.

SPD-Chef und Bürgermeister Olaf Scholz hat für seine Partei den Gewinn aller sechs Direktmandate zum Ziel erklärt. 2013 hatte sie fünf Wahlkreise für sich entschieden. Die CDU möchte die SPD in ihrer Hochburg Hamburg vor allem bei den Zweitstimmen schlagen. 2013 war sie knapp gescheitert, lag mit 32,1 Prozent 0,3 Punkte unter dem SPD-Ergebnis. Die Grünen kamen auf 12,7 und die Linken auf 8,8 Prozent. FDP und AfD scheiterten vor vier Jahren an der Fünf-Prozent-Hürde, werden diesmal Umfragen zufolge aber den Sprung in den Bundestag sicher schaffen.

Nur noch 12 Abgeordnete für Hamburg

 

Obwohl die Zahl der Wahlberechtigten in Hamburg im Vergleich zu 2013 nach Angaben des Landeswahlleiters um fast 15 000 gestiegen ist (2017: 1 296 548, 2013: 1 281 918), darf Hamburg nach dieser Wahl nur noch 12 der 598 Abgeordneten in Berlin stellen. Grund für die Reduzierung um einen Sitz ist die vom Bundeswahlleiter für die Verteilung der Mandate zugrundegelegte Bevölkerungszahl. Danach umfasste die für die Wahl maßgebliche "deutsche Bevölkerung" in der Hansestadt zum Stichtag 30. Juni 2016 nur 1 525 090 Menschen - 34 565 weniger als bei der Bundestagswahl 2013.

Die Folge: Kam die Hansestadt vor vier Jahren bei der Umrechnung der Wählerstimmen in Mandate noch auf 12,57 und somit gerundet auf 13 Sitze, sind es nun nur noch 12,43 - und somit abgerundet 12 Sitze. Das gleiche Schicksal erlebt Sachsen-Anhalt. Profiteure sind Brandenburg und Bayern, die jeweils einen Sitz mehr erhalten.

(dpa/aba)

comments powered by Disqus