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Radio Hamburg

#DeineWahl

Schulz im Kreuzverhör mit vier YouTubern

Hamburg, 05.09.2017
Schulz #DeineWahl

Schulz stellte sich den Fragen der jungen Wähler.

Zur kommenden Bundestagswahl am 24. September 2017 stellten vier bekannte YouTuber Schulz die Fragen ihrer Community. 

Nachdem am 16. August 2017 vier YouTuber  Angela Merkel interviewt haben, schlägt nun die Stunde von Konkurrent Schulz.

Kritik

Beim vergangenen Merkel-Interview wurde viel Kritik an Ischtar, ItsColeslaw, MrWissen2Go und AlexiBebi geäußert. Sie hätten im Dialog mit der Kanzlerin nicht richtig nachgehakt und nicht genügend Biss gezeigt. Dieses Mal wurden die vier Interviews durch ItsColeslaw, MrWissen2Go, Nihan und MarcelScorpion geführt.

Jungwähler-Mobilisation

Auch durch diese Runde wird ein breites Abonnenten-Spektrum erreicht, da die vier YouTuber aus verschiedenen Bereichen der Unterhaltungsbranche kommen. Das Ziel ist es, junge Wähler und auch die ca. drei Millionen Erstwähler zur Wahl zu mobilisieren.

Über die Interviews

Schulz zeigt sich menschennah

In allen vier Interviews wirkt Martin Schulz emotional und nahbar. Bei Themen wie der steigenden Ausländerfeindlichkeit und den Identifikationsproblemen bei zum Beispiel Deutsch-Türken, holte er Geschichten aus seinem eigenen Erfahrungshorizont heraus und konnte sich gut in die Situationen hineinversetzen. Im Gegensatz zum Merkel Interview vor drei Wochen, gab es klare Antworten. So zum Beispiel auch auf die sehr persönliche Frage, was das Schlimmste sei, das Schulz in seiner Jugend getan hat. Genannt hat er allerdings nur die Flause auf Platz 2: Als Jugendlicher ist er nachts in ein Schwimmbad eingebrochen und hat eine Packung Waschpulver ins Becken gekippt, ai ai ai! Tiefenreines Chlorwasser. 

Investitionen ins Schulwesen

Des Weiteren erwähnenswert ist es, dass Schulz zwölf Millionen Euro in die Bildung investieren möchte, also für Kitas und Ausstattungen der Schulen. So können Nicht-Muttersprachler besser integriert werden und auch Muttersprachler selbst haben einen besseren Einstieg ins spätere Berufsleben. Er spricht sich weiterhin für das Bestehen von Gesamtschulen und für das neunjährige Besuchen des Gymnasiums aus. 

Souveräne Alltagskenntnisse

Auf die Thesen, dass die SPD nicht mehr die kleinen Leute repräsentiere, reagierte er souverän. Auf Testfragen, wo denn der momentane Milch bzw. Butterpreis liege, konnte er fast auf den Cent genau antworten. Auch, wann sein Restmüll abgeholt wird, wusste der Herr Schulz. Eben ein Mann aus unserer Mitte.

Insgesamt ein sehr gelungenes Interview, bei dem auch das erste Mal das wichtige Thema Digitalisierung  angesprochen wurde. Hier möchte sich Schulz für höhere Investitionen im Breitbandausbau einsetzen. 

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