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Radio Hamburg

Am 24. September wird gewählt

Fakten rund um die Bundestagswahl

Hamburg, 03.08.2017
Bundestagswahl 2017, Politik, Bundestag

Der Bundestag ist im Reichstagsgebäude in Berlin zu Hause. Zur ersten Sitzung kam es am 7. September 1949.

Am 24. September findet die Bundestagswahl statt! Damit Ihr gut vorbereitet seid, wird Euch hier erklärt, was eigentlich gewählt wird.

Rund um den Bundestag

Die Bundestagswahl findet in diesem Jahr am 24. September statt. Doch was wird an diesem Sonntag eigentlich gewählt und wofür wird meine Stimme eigentlich gezählt?

Alle vier Jahre wird in Deutschland der Bundestag von den wahlberechtigten Bürgern gewählt. Er besteht dann eine Legislaturperiode.

Legislaturperiode?

Unter einer Legislaturperiode versteht man die Zeit, in der die Abgeordneten in ein Parlament gewählt werden.

Aufgaben des Bundestags

Zu den wichtigsten Aufgaben des Bundestages gehört es sich um die Gesetzgebung zu kümmern und die Regierungsarbeit zu kontrollieren. Dies geschieht über 598 Abgeordnete, denn es gibt 598 Sitze. Auch der Bundeskanzler beziehungsweise die Bundeskanzlerin wird vom Bundestag gewählt. In Plenardebatten werden wichtige Themen diskutiert. Spätestens am 30 Tag nach der Wahl tritt der Bundestag zusammen.

Fakten Bundestagswahl 2017

Die Abgeordneten des Bundestags

Die Abgeordneten des Bundestages müssen in „allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl“ gewählt werden können – so ist es im Grundgesetz verankert.

Die Wahl

Ob per Briefwahl, oder direkt im Wahllokal. Die Bürger können für die Wahl zwei Stimmen abgeben. Die Erst- und die Zweitstimme.

Die Erststimme

Bei der Erststimme kommt es zur Wahl von Personen, die meistens Mitglied einer Partei sind. Die Parteimitgliedschaft ist allerdings fakultativ. Es handelt sich hierbei also um die Direktkandidaten des jeweiligen Wahlkreises. Der Kandidat, der die meisten Stimmen innerhalb eines Wahlkreises erhält, bekommt einen festen Sitz im Bundestag. Diese Art der Sitzbelegung wird auch Direktmandat genannt.

Die Zweitstimme

Hier stehen nicht die Personen im Fokus, sondern die Partei. Die Zweitstimme gibt an, wie viel Prozent der Sitze die Partei insgesamt besetzen darf. Hierzu verfassen die Parteien im Voraus Listen mit Politikern, die sie in den Bundestag entsenden möchten. Die Plätze, die nicht mit Direktmandaten gefüllt wurden sind, werden nun also mit der Zweitstimme aufgefüllt. Achtung! Die Partei muss allerdings auch die 5% Hürde schaffen.

Die 5% Hürde?

Parteien brauchen mindestens 5 Prozent der Stimmen um in den Bundestag einzuziehen. Dies verhindert eine zu starke Parteienzersplitterung und sorgt gleichzeitig dafür, dass wirklich nur Parteien in den Bundestag kommen, die auch wirklich von einer größeren Menschenmenge unterstützt werden. Wenn es jedoch trotzdem mindestens drei Direktkandidaten in den Bundestag schaffen, bekommen die Parteien mit unter 5% trotzdem ihre restlichen Prozentanteile der Zweitstimme im Bundestag.

Überhangmandate

Wenn eine Person mehr Kandidaten aussenden darf, als sie nach ihrem Anteil an Zweitstimmen eigentlich erhalten darf, entstehen Überhangmandate. Das heißt, es wurden mehr Kandidaten einer Partei per Direktmandat gewählt, als ihnen eigentlich nach Zweitstimme zustehen. Diese Kandidaten hängen also über, dürfen aber trotzdem mit in den Bundestag einziehen. So kommt es auch, dass wir anstelle einer Sitzbelegung von 598 Plätzen im Bundestag, momentan ganze 630 belegt haben.

Ausgleichsmandate

Damit andere Parteien nicht benachteiligt werden, werden diese Überhangmandate ausgeglichen. So wird ermöglicht, dass Parteien nach ihrem Zweitstimmenanteil vertreten werden.