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Radio Hamburg

Politik international

So herrscht und regiert die Welt

Hamburg, 04.08.2017
So regiert die Welt

Trotz Globalisierung könnten die Herrschaftsformen der verschiedenen Länder nicht unterschiedlicher sein. Seht hier, wie auf der Welt regiert wird.

Unsere Welt fasziniert durch eine scheinbar unerschöpfliche Anzahl an Kulturen, einer bunten Sprachvielfalt und andere Ansichten. Auch, wenn wir durch den Globalisierungsprozess immer stärker zusammenwachsen und immer mehr die Rede von der "Welt als Dorf" in die Münder der Menschen kommt, sind wir trotzdem ganz schön unterschiedlich.

Demokratie nicht die Regel

Dieser Unterschied wird insbesondere sichtbar, wenn man einen Augenmerk auf die Politik richtet. Eine demokratische Regierung ist nämlich nicht überall der Standard auf der Welt und nicht überall besitzt das Volk die Möglichkeit einer Einflussnahme in die Politik. 

Klickt Euch hier durch die unterschiedlichen Regierungsformen!

So herrscht und regiert die Welt

So herrscht und regiert die Welt

  • Die absolute Monarchie 

    In der Monarchie hat klassischer Weise eine Person die gesamte Macht über Regelungen und Gesetze zu entscheiden. Die Königin oder der König fungiert hier als Legislative, Exekutive und Judikative gleichzeitig. Diese einzelne Person stellt die Regeln auf, führt sie aus und entscheidet auch selbst ob die Regeln eingehalten worden sind. Bewerben kann man sich für das Amt des Königs oder Königin nicht. Der Platz wird vererbt und bleibt in der Familie. Heutzutage sind nur noch wenige Länder in diesen engen Strukturen organisiert. Eine bekannte absolute Monarchie ist Saudi-Arabien .

  • Die parlamentarische Monarchie

    Nicht ganz so totalitär geht es in der parlamentarischen Monarchie vor. Eine der wohl bekanntesten Monarchien ist die Britische . Seit dem 06. Februar 1952 ist Elisabeth II die amtierende Königin des Vereinigten Königreichs. Das Vereinigte Königreich selbst, ist seit dem 17. Jahrhundert eine Monarchie. Das bedeutet, dass die Queen nicht die vollziehende Macht besitzt, sondern nur aus Tradition an der Monarchie festgehalten wird. Die Macht geht von der Legislative (dem Parlament) und der Exekutive (der Regierung) aus.

    Das Monarchen nur Bürger aus ihrem Stand heiraten dürfen, ist schon lange nicht mehr so. So hat Prinz William seine bürgerliche Kate geheiratet und auch der durch Party-Schlagzeilen bekannte Prinz Harry hat die bürgerliche Meghan Markle zur Freundin.

  • Die konstitutionelle Monarchie

    Bei der konstitutionellen Monarchie besitzt der Monarch mehr Macht, als es bei der parlamentarischen Monarchie üblich ist. Die absolute Macht des Monarchen ist nicht vollständig gegeben, sondern durch verschiedene Regeln beschränkt. Die Regeln sind in einer Verfassung niedergeschrieben, einer Konstitution. Es kommt hier also zu einer Machtteilung zwischen der Regierung und dem Monarchen.
    Das politische System Marokkos entspricht dem einer konstitutionellen Monarchie. 

  • Die indirekte Demokratie

    Bei der indirekten Demokratie geht die Macht indirekt vom Volke aus. Das bedeutet, dass das Volk die Legislative wählt, in diesem Fall also die Abgeordneten und diese Abgeordneten dann die Exekutive, also die Regierung wählen. Über die jeweiligen Gesetze entscheiden die Abgeordneten.

    In Deutschland besitzen wir eine indirekte Demokratie.

  • Die halbdirekte Demokratie

    Im Gegensatz zur indirekten Demokratie, hat hier nicht nur die Exekutive Einfluss auf die Gesetze, sondern auch die Legislative. Ein Beispiel für diese Form der Demokratie ist die Schweiz. Hier wählt die Bürgerschaft die Legislative. Sprich: den Nationalrat und den Ständerat. Diese beiden Räte wählen dann für das Volk den Bundesrat.
    Über Referenden besitzt das Volk zusätzlich auch selbst das Recht über Gesetze zu entscheiden.

     

  • Die direkte Demokratie

    In der direkten Demokratie stimmt die Bevölkerung unmittelbar über Gesetze. Instrumente der direkten Demokratie sind zum Beispiel Referenden, Initiativverfahren und Volksabstimmungsverfahren. 

  • Das präsidentielle Regierungssystem

    Beim präsidentiellen Regierungssystem handelt es sich beim Staatsoberhaupt und Regierungschef ein und dieselbe Person. In Deutschland sind die beiden Ämter voneinander getrennt. Das Volk wählt dann direkt den Präsidenten und das Parlament. Beide arbeiten jedoch unabhängig voneinander. Das heißt, Exekutive und Legislative unterliegen einer strengen Trennung. Das Parlament kann den Präsidenten also nicht abberufen und der Präsident kann in Folge auch nicht das Parlament auslösen.

    Das wohlbekannteste präsidentielle Regierungssystem ist das der USA. Amtierender und stark umstrittener Präsident der USA ist momentan Donald Trump. Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten baute sich mit der Trump Organization in der Immobilien- und Unterhaltungsbranche ein Milliardenvermögen auf. Er ist somit ein typischer Selfmademan und ein untypischer Präsident der durch unüberlegte rassistische und antifeministische Äußerungen Schlagzeilen macht.

  • Die Diktatur

    Bei einer Diktatur geht die Macht nicht vom Volke aus. Die Macht geht von einer einzigen Person aus, einer kleinen Gruppe oder aber einer Person. Die Machthaber unterliegen keiner Kontrolle durch parlamentarische Verfahren. Die Grundrechte eines Menschen werden abgeschafft und eine Ideologie wird zum zentralen Thema des Lebens der Menschen. Es gibt keine Pressefreiheit, die Medien werden gleichgeschaltet und ein Informationsmonopol wird geschaffen durch Zensur.
    Nicht selten sind Diktaturen Ergebnis eines Putschs oder eines Staatsstreichs.
    Zu den bekanntesten Diktaturen unserer Zeit gehört Nordkorea mit dem Diktator Kim Jong-un.