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Radio Hamburg

Politikverdrossen, desinteressiert, motivationslos

Wie ihr eure Freunde davon überzeugt wählen zu gehen!

Hamburg, 18.09.2017
Mehrere Menschen legen ihre Hände aufeinander und stehen im Kreis

Ungefähr 50 Prozent der deutschen Bevölkerung gehen nicht zur Wahl und überlassen der restlichen Hälfte die Entscheidung.

Gleichgültigkeit

Die Bundestagswahl rückt in greifbare Nähe, am 24. September ist es endlich soweit. Die Spitzenkandidaten der Parteien rühren noch ordentlich die Werbetrommel und so mancher Wähler ist sich seiner Entscheidung auch schon sicher. Einige sind es jedoch noch nicht, die Politikverdrossenheit steigt stetig. Wer hat in seinem Freundeskreis noch nicht Stimmen laut werden hören wie: „Ach, Politik interessiert mich nicht. “, „Meine Stimme zählt eh nicht!“ , „Ich weiß gar nicht, wen ich wählen soll“ !

Dabei sollte sich in einer Demokratie eigentlich jeder dazu berufen fühlen, wählen zu gehen, gerade weil wir die Möglichkeit haben selbst zu entscheiden, wer über uns regieren darf.

Wie überzeugt man nun also Menschen davon, die nichts mit Politik am Hut haben, dass auch ihre Stimme wichtig ist?

Freiheit

Eine hilfreiche Methode um auch noch die letzte Person davon zu überzeugen, die wirklich, wirklich, wirklich nicht wählen gehen möchte, ist es zu zeigen, wie viele Menschen eigentlich nicht wählen dürfen. Am besten direkt zur Weltkarte greifen und auf der Karte verdeutlichen, wie viele Staaten eigentlich nicht wählen dürfen, da sie entweder unfrei sind oder eingeschränkt werden.

Geht mit euren Freunden zusammen zur Wahl

Wer aus reiner Faulheit oder Motivationslosigkeit nicht den Weg zur Wahlurne antreten möchte, dem ist vielleicht geholfen, indem man die Wahl mit einer Gruppe von Freunden zum Event macht! Erst wird gewählt und dann wird gemeinsam die Zeit bei leckerem Essen verbracht. Wer weiß, man könnte die Situation so weit spinnen, dass man gemeinsam wettet, welche Partei das Rennen macht, beziehungsweise wie viel Prozent welche Parteien einfahren. Nicht selten entstehen aus solchen Wetten die besten Trinkspiele.

Stärkung verhasster Parteien

Trotz der Enthaltung bei der Wahl, ist "Keine-Stimme" eine Stimme für verhasste Parteien. Geht ihr nicht zur Wahl, stärkt ihr somit automatisch die Stimme eines anderen Wählers. Denn: Gehen weniger Menschen zur Wahl, zählt eine einzige Stimme viel mehr. Die AfD konnte zum Beispiel nur so viele Stimme einfahren, weil die Wähler anderer etablierter Parteien zu Hause geblieben sind. Wer also die AfD unterstützen möchte, tut gut daran zu Hause zu bleiben. Die anderen sollten sich Aufraffen und dringend ihr Kreuz setzen!

Problemfall: Ich wähle aus Protest nicht

Der Wähler, der aus Protest nicht wählen geht, weil er Parteien mit seiner Stimme nicht finanziell unterstützen möchte, ist geholfen, in dem man vor Augen führt, dass nur der Prozentanteil der Stimmen ausschlaggebend dafür ist, wie viel Geld man vom Staat erhält. Nur, weil sich eine Person nicht dazu entschließt zur Wahl zu gehen, wird also nicht weniger Geld ausgegeben. Das gilt auch für die Sitze im Bundestag.

Die Leute, die ihr nicht mögt, wählen für euch mit

Klingt blöd, ist aber so. Der Spruch klappt immer, denn es ist etwas Wahres dran. Entscheidet ihr euch dazu, nicht wählen zu gehen, gehen trotz alledem all die Leute wählen, die ihr nicht mögt. So zum Beispiel euer alter Physiklehrer. Ihr gebt diesen Leuten also die Macht darüber zu entscheiden, wie es weitergeht.