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Radio Hamburg

Kölner Staatsanwaltschaft

Beweismittel vernichtet?

Köln, 18.04.2012
Neonazi-Mordserie

Die Staatsanwaltschaft Köln hat laut "Spiegel Online" die Vernichtung von Beweismitteln angeordnet.

Die Kölner Staatsanwaltschaft soll laut einem Medienbericht die Vernichtung von Beweismitteln angeordnet haben.

Seit im November die Morde der ostdeutschen Terrorgruppe NSU bekannt geworden sind, müssen sich auch die Ermittler mit Fragen nach dem eigenen Versagen beschäftigen. Über Jahre hinweg sollen sie ja "übersehen" haben, dass eine mordende Neonazi-Bande durchs Land fährt. Acht ausländische Geschäftsleute und eine Polizistin soll die Gruppe getötet haben. Und das Versagen hat sich später fortgesetzt, als die Kölner Staatsanwaltschaft laut "Spiegel" die Vernichtung von Beweismitteln angeordnet hat. Dabei ging es um Spuren nach einem Bombenanschlag.

Tatortspuren eines Bombenanschlags

Wie "Spiegel Online" am Dienstag berichtete, geht es um die Tatortspuren eines Bombenanschlags auf ein Kölner Lebensmittelgeschäft, bei dem am 19. Januar 2001 eine 19-jährige Deutsch-Iranerin schwer verletzt worden war. Die Staatsanwaltschaft habe fünf Jahre später die Vernichtung verfügt. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe sich bei seinen Ermittlungen zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) deshalb vergeblich um einen Abgleich der DNA-Spuren mit dem in Köln sichergestellten Beweismaterial bemüht, berichtete das Online-Magazin unter Berufung auf Ermittlungsakten. Auch eine Blutuntersuchung sei vor der Vernichtung nicht vorgenommen worden.

Für eine Stellungnahme war bei der Behörde am Dienstagabend niemand zu erreichen.

Neonazi-Trio verantwortlich für mehrere Morde

Das Neonazi-Trio soll für die Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin in Heilbronn 2007 verantwortlich sein. Auch zwei Bombenattentate in Köln 2001 und 2007 und mehrere Banküberfälle sollen auf ihr Konto gehen. Die mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten sich Anfang November selbst getötet. Die einzige Überlebende des Trios, die 37-jährige Beate Zschäpe, sitzt in Untersuchungshaft. Außerdem befinden sich neben Carsten S. vier weitere mutmaßliche Unterstützer des Trios in Untersuchungshaft.