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Radio Hamburg

Bombe in Bonn war hochgefährlich

Suche nach zweitem Mann

Bonn, 13.12.2012
Tatverdächtiger Bonn Bombenfund

Dieser Mann ist auf Videoaufnahmen einer McDonald's-Filiale zu sehen und gilt als Tatverdächtiger.

Nun ist es offiziell: Die Bombe im Bonner Hauptbahnhof war hochgefährlich. Die Polizei sucht jetzt nach einem zweiten Mann.

Die Hinweise auf einen versuchten Terroranschlag am Bonner Hauptbahnhof verdichten sich. Der entdeckte Sprengsatz war nach Einschätzung der Ermittler hochgefährlich. Die Hintergründe blieben aber auch Tage nach dem Fund mysteriös. Die Polizei weitete die Fahndung am Mittwoch auf einen zweiten Tatverdächtigen aus. Die Bundesanwaltschaft hat bislang die Ermittlungen noch nicht an sich gezogen. Es bestünden keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund, sagte Generalbundesanwalt Harald Range in Karlsruhe. Zwei am Dienstag verhörte Islamisten wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bombe war hochgefährlich

In der Sporttasche befand sich nach Angaben des stellvertretenden Generalbundesanwalts Rainer Griesbaum ein mit Ammoniumnitrat gefülltes Metallrohr, um das vier Butangaskartuschen gebunden gewesen waren. Ob die Bombe tatsächlich funktionsfähig gewesen sei, müsse noch geklärt werden. Es sei zwar eine Zündvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Wecker gefunden worden, aber noch kein Zünder. Der Einsatzleiter Norbert Wagner berichtete in Köln, dass die Materialien "einen großen und gefährlichen Feuerball" mit beachtlicher Sprengkraft und großer Splitterwirkung hätten entfachen können. Allerdings wäre die Wirkung nicht vergleichbar gewesen mit dem Terroranschlag von Madrid aus dem Jahr 2004 mit fast 200 Toten, so wie dies in einem Medienbericht gemeldet worden war. Wagner bestätigte, dass die Polizei nunmehr von einem versuchten Anschlag ausgeht.

Suche nach zweitem Mann

Die Ermittler suchen neben einem dunkelhäutigen Mann nun auch einen hellhäutigen. Dieser ist auf Videoaufnahmen aus einer McDonald's-Filiale an Gleis 1 mit einer dunkelblauen Tasche zu sehen und gilt als Tatverdächtiger. Welche Rolle er in dem Fall spiele, sei völlig unklar. Der Dunkelhäutige soll nach Zeugenaussagen eine solche Tasche, in der später der Sprengsatz gefunden wurde, zwei wartenden Jugendlichen auf dem Bahnsteig geradezu vor die Füße geschoben habe. Von dem Dunkelhäutigen gibt es ein Phantombild, allerdings existieren von der Szene am Bahnsteig keine Videoaufnahmen.

 

 

Zwei Verdächtige, die am Dienstag von der Polizei verhört worden waren, kamen noch am selben Abend wieder frei. Polizeisprecher Thomas Held stellte klar, dass die beiden nicht festgenommen, sondern nur in Gewahrsam genommen worden seien.

Verdächtige Tasche in Essen gefunden

Zwei Tage nach dem Bombenalarm in Bonn hat auch in Essen eine verdächtige Tasche einen Großeinsatz ausgelöst und den Bahnverkehr lahmgelegt. Der Hauptbahnhof der Ruhrgebietsstadt wurde für mehrere Stunden gesperrt, nachdem eine Passantin das herrenlose Gepäckstück auf einem Bahnsteig entdeckt und gemeldet hatte. Nach bangen Stunden stand aber fest: Der Inhalt der grünen Sporttasche war harmlos. Darin enthalten waren unter anderem Kleidung, eine Schere und Plastikstifte.

(dpa/lhö)