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Radio Hamburg

Flughäfen, Recyclinghöfe, Theater

Verdi-Warnstreik in Hamburg

Frankfurter Flughafen

Die Warnstreiks in den nächsten Tagen sollen auch auf Flughäfen ausgeweitet werden.

Unter anderem streiken Mitarbeiter städtischer Kitas, der Müllabfuhr, der Bücherhallen, der Bundesagentur für Arbeit und der Hafenbehörde Port Authority.  
 

Hamburg, 27.03.2012

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst sollen an diesem Dienstag auf die deutschen Flughäfen ausgeweitet werden. Die Tarifunion des Beamtenbundes (dbb) und die komba-Gewerkschaft haben die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Passagiere müssen deshalb mit Verspätungen rechnen. Nach Informationen von Air Berlin sind die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt/Main, Köln, München und Stuttgart betroffen, möglicherweise auch Berlin. In erster Linie wollen sich den Angaben zufolge die Busfahrer der Frühschicht beteiligen, in Stuttgart auch rund 80 Beschäftigte der Flughafenfeuerwehr. In Frankfurt soll am Nachmittag eine zentrale Kundgebung stattfinden.

Hamburger Flughafen wird nicht aktiv bestreikt

"Unser Ziel ist es ausdrücklich nicht, den gesamten Flugverkehr zusammenbrechen zu lassen", erklärte der zweite Vorsitzende der dbb-Tarifunion, Willi Russ. "Vielmehr wollen wir mit gezielten Nadelstichen dafür sorgen, dass die Tarifverhandlungen, die am 28. März 2012 in Potsdam fortgeführt werden, möglichst zu einem Abschluss kommen." Die Arbeitgeber sollten sehen, dass die Beschäftigten auch zu Taten bereit seien, sollte erneut kein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch kommen. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bat die Passagiere, sich mit ihren Gesellschaften in Verbindung zu setzen. Die Lufthansa wollte am Nachmittag einen Sonderflugplan ins Internet stellen. Im Rahmen dieser landesweiten Aktion soll von  5 Uhr bis 14:30 Uhr Ortszeit auch am Flughafen Frankfurt gestreikt werden. Darüberhinaus sind die Flughäfen München (6 - 14 Uhr), Düsseldorf (8 - 14 Uhr), Köln (4 - 12 Uhr) und Stuttgart (6- 11 Uhr) betroffen. Der Hamburger Flughafen wird nicht aktiv bestreikt. Trotzdem muss mit Verzögerungen am Hamburg Airport gerechnet werden.

Die Gewerkschaften fordern für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens 200 Euro. Von Mittwoch an verhandelt die Gewerkschaft wieder mit den Arbeitgebervertretern.

Die bundeweite Warnstreikwelle schwappt aber trotzdem wieder über Hamburg. Außerdem verhandelt die Gewerkschaft Verdi von Mittwoch an zwar erneut mit den Arbeitgebervertretern in Potsdam, Verdi-Landeschef Wolfgang Rose will vorher trotzdem nochmal Druck machen.

 

Hamburger Recyclinghöfe werden bestreikt

Der Warnstreik führt auch bei der Stadtreinigung Hamburg zu Beeinträchtigungen: Für den Betrieb von sieben der 13 Recyclinghöfe stehen nicht genug Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Diese sieben Recyclinghöfe bleiben am Dienstag, dem 27. März geschlossen.

- Billstedt        Rotenbrückenweg 32

- Hammerbrook        Bullerdeich 6

- Neugraben-Fischbek        Am Aschenland 11

- Hummelsbüttel        Lademannbogen 32

- Osdorf        Brandstücken 36

- St. Pauli        Feldstraße 69

- Steilshoop        Schwarzer Weg 10

Folgende Recyclinghöfe sind  am 27. März abweichend von den üblichen Öffnungszeiten von 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet:

- Harburg        Neuländer Kamp 6

- Bergedorf        Kampweg 9

- Tonndorf        Rahlau 71

- Sasel        Volksdorfer Weg 196

- Bahrenfeld        Ottensener Straße

- Niendorf        Krähenweg 22

Auf den geöffneten Recyclinghöfen muss aufgrund der vermutlich höheren Kundenzahlen mit unüblich langen Wartezeiten gerechnet werden. Die Stadtreinigung empfiehlt daher, nicht unbedingt erforderliche Besuche eines Recyclinghofes zu verschieben.

Theaterbeschäftigte in Hamburg streiken

Voraussichtlich schon Montagabend werden augrund des Warnstreiks die Vorstellungen im Thalia-Theater und im Hamburger Schauspielhaus ausfallen. Rund 100 Beschäftigte beider Theater treten in den Streik. "Gutes Theater braucht gute Arbeit. Und die muss fair bezahlt werden", fordert Agnes Schreieder, stellvertretende Landesleiterin von Verdi in Hamburg.

Tarifverhandlung grenzt an "Provokation"

"Die öffentlichen Arbeitgeber haben in der zweiten verhandlung ein Angebot auf den Tisch gelegt, das völlig unakzeptabel ist. 3,3 Prozent für drei Jahre, jeweisl die Hälfte für ein Jahr - das ist absoluter Reallohnabbau unterhalb der Preissteigerungsrate. Das ist für unsere Verhandlungskommission eine Provokation gewesen, aber auch in den Betrieben. Und von daher wird vor der dritten Verhandlung, die am Mittwoch und Donnerstag in Potsdam stattfindet, nochmal deutlich gemacht, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben jetzt ein Angebot erwarten, was auch abschlussfähig ist und deutlich machen - das ist der Charakter eines Warnstreiks - dass, wenn das nicht der Fall sein wird, es zu einer Urabstimmung und zu einem Erzwingungstreik kommen wird."