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Radio Hamburg

Memmingen

Jugendlicher nach Amok-Alarm festgenommen

Memmingen, 23.05.2012

Der Amok-Alarm an einer Memminger Schule ist ohne Blutvergießen zu Ende gegangen.

Nach dem Amok-Alarm an einer Schule beginnen die Ermittlungen zur Ursache in Memmingen. Ein 14-Jähriger hatte am Mittag an seiner Schule geschossen und sich anschließend auf einem Sportplatz verschanzt. Er war mit zwei scharfen Waffen in die Schule gegangen. Hier - wie auch später auf einem Sportgelände in Memmingen - schoss er um sich, offenbar aber nicht gezielt. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei konnten Beamte den bewaffneten Jugendlichen am Dienstagabend festnehmen, nachdem er weitere Schüsse abgegeben und schließlich aufgegeben hatte. In dem Sportheim auf dem Gelände hielt sich über Stunden auch noch eine Gruppe von etwa 15 Kindern und Erwachsenen auf. Sie war aber nach Angaben des Polizeisprechers in Sicherheit.

Schüler hörten den Schuss

Drei Schüler hätten den 14-Jährigen mittags am Eingang des Gebäudes mit Waffen in der Hand gesehen und den Schuss gehört. Danach flüchteten die etwa 280 Schüler sofort mit den Lehrern in die Klassenzimmer und verschanzten sich darin. Mit mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen wurden sie aufgefordert, die Räume nicht zu verlassen. Laut ersten Aussagen von Mitschülern hatte es zwischen dem Jugendlichen und Mitschülern vor dem Schuss einen Streit gegeben.

Ermittlungen zu den Hintergründen

Nach dem glimpflichen Ende des Großeinsatzes am Dienstagabend ohne Verletzte und der Festnahme des Tatverdächtigen stehen nun die Ermittlungen zu den Hintergründen auf dem Programm: Woher hatte der Jugendliche die Waffen? Warum brachte er sie mit in die Schule und was war der Grund seiner Tat? Ein Polizeisprecher sagte am frühen Mittwochmorgen, kurz vor der Tat sei die Beziehung des Jugendlichen zu seiner Freundin in die Brüche gegangen. Ob dies in Zusammenhang mit der Tat stehe, sei aber noch unklar. Woher der 14-Jährige die Waffen hatte, werde weiter ermittelt. "Sein Vater war legaler Waffenbesitzer und Sportschütze", sagte der Sprecher. Der Tatverdächtige wurde nach seiner Festnahme am Dienstag in eine jugendpsychiatrische Einrichtung gebracht und sprach dort mit einem Jugendpsychiater. Am Mittwoch soll er dem Haftrichter vorgeführt werden.

(dpa/lhö)