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Radio Hamburg

Rechtsextremisten provozieren Übergriffe

Salafisten stechen auf Polizisten ein

Bonn, 06.05.2012
Bonn

Blutige Eskalation: Rechtsextremisten der Splitterpartei Pro NRW haben in Bonn mit Protesten gegen den Islam erneut gewalttätige Übergriffe von Anhängern radikaler Salafisten provoziert.

In Nordrhein-Westfalen haben Rechtsextremisten mit Protesten gegen den Islam erneut gewalttätige Übergriffe von Anhängern radikaler Salafisten provoziert.

Bei den Ausschreitungen wurden am Samstag in Bonn zwei Polizisten durch Messerstiche schwer verletzt, zehn weitere wurden leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Anhänger der rechten Splitterpartei Pro NRW hatten zuvor islamfeindliche Karikaturen gezeigt. In Berlin kam es zu einer Rangelei zwischen Salafisten und Rechtspopulisten der Partei Pro Deutschland, bei der nach Polizeiangaben ein Beamter leicht verletzt wurde.

500 bis 600 Gegendemonstranten

In Bonn standen den weniger als 30 Pro-NRW-Leuten nach Polizeiangaben 500 bis 600 Gegendemonstranten gegenüber. Die Polizei habe zwischen beiden Seiten Mannschaftswagen geparkt, um die Situation zu entschärfen, berichtete ein Sprecher. Bei den Attacken seien auch Einsatzfahrzeuge beschädigt worden. Insgesamt seien 48 Pro-NRW-Gegner festgenommen worden. Die Polizei habe die Veranstaltung nach rund 45 Minuten beendet.

Schlagstock und Steine

Bei den Festgenommenen seien ein Schlagstock sowie Steine und eine Steinschleuder sichergestellt worden. Auch nach dem Ende der Veranstaltung seien Demonstranten weiterhin aggressiv gegenüber der Polizei aufgetreten.

(dpa)