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Radio Hamburg

Brechdurchfall bei 11.000 Menschen

Erdbeeren aus China Auslöser?

Berlin, 07.10.2012
RHH - Expired Image

Nachdem Tiefkühlerdbeeren als wahrscheinlicher Auslöser des Brechdurchfalls in Ostdeutschland ausgemacht worden sind, dauern die Untersuchungen der Behörden an.

Nach den massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen in Ostdeutschland sind mehr als 700 verdächtige Lebensmittelproben auf Keime untersucht worden.

Es war die bislang größte lebensmittelbedingte Krankheitswelle in Deutschland: 11.000 Menschen litten an Brechdurchfall - jetzt werden verdächtige Erdbeeren untersucht. Mehr als 700 verdächtiger Lebensmittelproben sind bisher auf
Keime untersucht worden. Bisher läge jedoch kein positiver Befund vor, sagte Holger Eichele, Sprecher des Bundesministeriums für Ernährung, am Samstag. Die Untersuchungen in den Bundes- und Landeslaboren würden über das Wochenende fortgesetzt, hunderte weitere Proben würden getestet. Mit Ergebnissen der komplizierten Analysen sei aber erst in der kommenden Woche zu rechnen, ergänzte Eichele.

Sind Erdbeeren aus China der Auslöser?

Am Freitagabend hatten die Behörden rund zehn Tage nach dem Ausbruch eine heiße Spur in der bislang größten lebensmittelbedingten Krankheitswelle in Deutschland gemeldet. Sehr wahrscheinlich sind tiefgefrorene Erdbeeren aus China Auslöser für den massenhaften Brechdurchfall, der vor allem Kinder und Jugendliche traf. Sie wurden von mehreren Großküchen in Ostdeutschland verarbeitet, darunter von Betrieben der Firma Sodexo mit Hauptsitz in Rüsselsheim. Die Tiefkühl-Erdbeeren sind laut "Bild am Sonntag" einen Monat per Frachter aus China nach Hamburg unterwegs gewesen. Zuvor sind sie vermutlich in der zweiten Junihälfte in China gepflückt und verschifft worden.  China gilt als weltweit größter Produzent von Erdbeeren.

Sodexo entschuldigte sich

Sodexo entschuldigte sich am Freitag bei den betroffenen Kindern und Familien und kündigte Entschädigungen an - in bisher nicht genannter Höhe. "Das ist kein Schuldeingeständnis", erläuterte der Ernährungswissenschaftler Volker Peinelt von der Hochschule Niederrhein am Samstag. Nach dem Produkthaftungsgesetz müssten Firmen für ihre Produkte geradestehen. Auch, wenn sie den Fehler nicht verursacht hätten. Die Unternehmen hätten aber die Möglichkeit, sich zum Beispiel bei ihren Lieferanten schadlos zu halten, sagte er.

(dpa/lhö)