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Radio Hamburg

Krankenversicherung gibt Rabatt

AXA bevorzugt CDU-Mitglieder

Hamburg, 29.10.2012

Die Krankenversicherung AXA gibt Mitgliedern der Partei CDU aufgrund eines ausgehandelten Rahmenvertrages fünf Prozent Rabatt.

Die AXA findet diese Praxis völlig normal. Und deshalb möchte der Versicherungskonzern uns auch kein Interview geben. Pressesprecher Ingo Koch findet, dass mit der bisherigen Stellungnahme alles gesagt ist.   

Rahmenverträge seien nicht ungewöhnlich

Laut AXA sind solche Rahmenverträge mit Rabatten nicht ungewöhnlich. Auch andere Parteien hätten die Möglichkeit so einen Vertag abzuschließen. Der Versicherer behauptet politisch neutral zu sein. Alles andere passt demnach auch gar nicht zum Antidiskriminierungskonzept im Haus. Ob Gleichbehandlung aber tatsächlich funktioniert, wenn CDU-Mitglieder Rabatte bekommen und andere Kunden nicht, müssen letztendlich die Kunden bewerten. Fair wäre es doch, den CDU Mitgliedern die 5-Prozent-Bevorzugung zu streichen, oder den Rabatt auch allen anderen Versicherten zu geben. Wieviele CDU-Mitglieder aus Hamburg solche Verträge haben, will die AXA uns nicht sagen. Die CDU Hamburg behauptet ebenfalls, die Zahlen nicht zu haben.

Kritik von Opposition

Der Rabattvertrag zwischen der CDU und der privaten Krankenversicherung AXA stößt bei der Opposition im Bundestag auf Kritik. "Solch ein Gruppenvertrag ist völlig inakzeptabel", sagte der gesundheitspolitische SPD-Sprecher Karl Lauterbach "Spiegel Online". Die Union gebe für ein paar Prozent Rabatt ihre politische Unabhängigkeit auf. Man müsse sich nicht wundern, wenn die CDU "beim Thema Zwei-Klassen-Medizin auf der Seite der Versicherer und nicht der Bürger" sei, kritisierte Lauterbach. Die Partei solle den Gruppenvertrag beenden.

(dpa/mho)