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Radio Hamburg

Bahn-Monopol gelockert

Ab 2013 günstige Fernbusse als Alternative

Berlin, 15.09.2012
Deutsche Bahn ICE Hamburg

Bald können Sie anstatt mit der Bahn zu fahren auch den Fernbus nutzen.

Im nächsten Jahr soll die Monopolstellung der Deutschen Bahn aufgehoben werden, das ermöglicht privaten Busbetreibern günstige Alternativen anzubieten.

Von Hamburg nach Hannover für 19 Euro oder von Hamburg nach Köln für 25 Euro. Das kann so oder so ähnlich schon im nächsten Jahr Realität werden. Denn dann dürfen private Busbetreiber zwischen nahezu allen Orten in Deutschland einen Linienverkehr einrichten. Bisher hat die Bahn hier eine Monopolstellung gehabt - die verliert sie ab 2013. Darauf haben sich die schwarz-gelbe Koalition und die Opposition in Berlin geeinigt.

Fernbussystem ab 2013

Bislang gibt es ja nur den Berlin-Linienbus, der fährt zum Beispiel täglich mehrfach nach Hamburg und zurück. Ab 9 Euro kommen damit Frühbucher damit in die Hauptstadt. So günstig ist keine Zugfahrt. Doch ab 2013 könnte ein ganzes Fernbussystem entstehen. "Der Buslinienfernverkehr wird freigegeben. Zukünftig sind überall in Deutschland Fernbuslinien möglich, die untereinander und auch mit dem Eisenbahnfernverkehr konkurrieren dürfen", heißt es in dem am Freitag beschlossenen Kompromiss der Fraktionen von Union, FDP, SPD und Grünen. "Damit wird es ein völlig neues öffentliches Verkehrsangebot geben, das sich insbesondere an preissensible Kunden richten wird, denen Bahnfahren oft zu teuer ist."

Uraltes Gesetz sicherte Monopol

Die Monopolstellung hat die Deutsche Bahn so lange gehabt da es ein uraltes Gesetz gibt. 1934, also noch unter Adolf Hitler, ist das sogenannte Personenbeförderungsgesetz beschlossen worden, das den Wettbewerb beschränkt und der Deutschen Reichsbahn das Monopol verschafft hat. Das Gesetz ist dann, während der DDR-Zeit aufgelockert worden, aber nur für den Berlin-Linienbus-Fernverkehr, um die Bahn zu entlasten. Damals ist der Flugraum über der DDR für westdeutsche Flieger gesperrt gewesen.

Umweltschutz auch ein Faktor

Auch der Umweltschutz kommt im neuen Fernbussystem nicht zu kurz. Schon bei durchschnittlicher Auslastung sinke der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß pro Fahrgast im Vergleich zum PKW deutlich. Jedoch gibt es immer noch kleine Einschränkungen für die Fernbusse, zum Schutz des regionalen Zugverkehrs. Es wurde vereinbart, dass Fahrtstrecken unter 50 Kilometern Länge und mit weniger als einer Stunde Reisezeit nicht angeboten werden dürfen.

(pov/dpa)