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Radio Hamburg

NSU-Prozess

Neue Sitzplätze für ausländische Medien

Hamburg, 13.04.2013

Das Bundesverfassungsgericht hat ausländischen Medien mindestens drei Plätze beim NSU-Prozess zugesprochen. Eine türkische Zeitung hatte die Möglichkeit der Teilnahme von türkischen Journalisten gefordert.

Jetzt also doch: Ausländischen Medien wurde vom Bundesverfassungsgericht ein Sitzplatzanspruch von mindestens drei Plätzen zugesprochen. Eigentlich waren die 50 vorgesehenen Plätze schon an die deutsche Presse vergeben. Die Begründung, neue Plätze für ausländische Medienvertreter zu schaffen: Türkische Medien haben ein besonderes Interesse an der eigenständigen Berichterstattung, weil acht der zehn Opfer der Neonazi-Terrorzelle um Beate Zschäpe türkische Wurzeln haben.

Erleichterung in der Türkei

"Das Gericht hat uns recht gegeben“, so Ismail Erel, stellvertretender Chefredakteur der türkischen Zeitung "Sabah". „Wir haben uns nicht zu Unrecht ungleich behandelt gefühlt“, sagte er. „Das Gericht hat ein ganz klares Signal gesetzt.“ Der Prozess startet am Mittwoch.

(dpa/slu)