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Radio Hamburg

Nach MDR-Informationen

Neues Verfahren gegen Zschäpe

Erfurt, 28.04.2013
NSU, Beate Zschäpe

Beate Zschäpe auf einem Privatfoto mit NSU-Komplize Uwe Böhnhardt.

Das NSU-Trio um Beate Zschäpe soll am Silvesterabend 1996 am Erfurter Hauptbahnhof zwei Männer bedroht und auf sie geschossen haben.

Am 6. Mai beginnt der NSU-Prozess in München gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Wie der MDR Thüringen am Sonntag (28.04.) meldete, soll ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Beate Zschäpe geben.

Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt gegen Zschäpe

Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt nach MDR-Informationen seit Anfang März gegen die 38-Jährige wegen des Anfangsverdachts des "versuchten mittäterschaftlichen Mordes oder Totschlags." Hintergrund der Ermittlungen ist ein Vorfall am Silvesterabend 1996 am Erfurter Hauptbahnhof. Nach eigenen Angaben wurden dort zwei Brüder, die zu dem Zeitpunkt in Hamburg lebten, in einer Gaststätte von zwei Männern und einer Frau attackiert. Als die Beiden zu ihrem Zug flüchteten, soll ihren das Trio gefolgt sein und auf dem Bahnsteig Schüsse auf sie abgeben haben.

Angst vor Repressionen durch rechtsextreme Szene

Die Staatsanwaltschaft Erfurt geht nach MDR-Informationen nun dem Verdacht nach, dass es sich bei den drei Tätern um Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt handelt. Der Fall soll erst seit Sommer 2012 aktenkundig sein. Einer der Brüder wandte sich als Zeuge an das Bundeskriminalamt (BKA). Sein Bruder und er hätten damals auf eine Anzeige verzichtet, weil sie Angst vor Repressionen durch die rechtsextreme Szene gehabt hätten. Er sei sich aber "zu 100 Prozent" sicher, dass er und sein Bruder damals von dem NSU-Trio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bedroht worden seien.

In dem am 6. Mai beginnenden Münchner Prozess sind neben Zschäpe auch vier mutmaßliche Unterstützer und Gehilfen der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) angeklagt. Beate Zschäpe wird Mittäterschaft bei zehn Morden, mehrfacher Mordversuch und besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen.

 

(kr/mgä)