Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Haasenburg-Heime

Tod eines Mädchens wird erneut untersucht

Hamburg/Jessern, 05.08.2013
Haasenburg Heim in Brandenburg

Eines der Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH in Brandenburg.

Die Misshandlungsvorwürfe gegen die Haasenburg-Heime reißen nicht ab. Jetzt wird der Tod eines Mädchens 2008 erneut untersucht.

Der Tod eines Mädchens in den umstrittenen Haasenburg-Heimen in Brandenburg wirft nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" neue Fragen auf. Wenige Wochen vor ihrem Sturz aus einem Fenster im Mai 2008 habe die Jugendliche Strafanzeige gegen einen Erzieher gestellt, berichtet das Magazin. Es beruft sich auf unveröffentlichte Akten. Danach gab die damals 16-Jährige an, der Mann habe sie dazu aufgefordert, mit einem Handy ein Foto ihres entblößten Oberkörpers zu machen und ihm das Handy danach zu übergeben.

Ermittlungsverfahren 2008 eingestellt

Laut "Spiegel" leitete die Staatsanwaltschaft Cottbus ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen ein. Dies sei wenige Tage später eingestellt worden, schreibt das Blatt. Die vorgeworfene Handlung sei laut Justizunterlagen durch den entsprechenden Paragrafen nicht verfolgbar. Eine Freundin des Mädchens behauptet, die 16-Jährige sei in der Folgezeit deprimiert gewesen, weil ihr niemand geglaubt habe, heißt es in dem Bericht.

Fluchtversuch, Unfall oder Suizid

Die Staatsanwaltschaft Cottbus untersucht den Fall erneut. Bei früheren Ermittlungen hatte die Behörde "keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden oder Pflichtverletzungen durch Erzieher" gesehen. Es blieb jedoch unklar, ob es sich bei dem Sturz aus dem Fenster um einen Fluchtversuch, einen Unfall oder Suizid gehandelt hat. Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft, ob Haasenburg-Angestellte Veränderungen am Leichnam des Mädchens vorgenommen haben, bevor die Polizei am Tatort war. Von der Haasenburg GmbH war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Laut "Spiegel" verwies Unternehmenssprecher Hinrich Bernzen auf die damaligen Untersuchungen von Staatsanwaltschaft, Jugendamt und Landesjugendamt. Dabei seien "keinerlei Anhaltspunkte für Fremdverschulden oder eine Verletzung der Aufsichtspflicht" gefunden worden.

Aus Gründen des Sozialdatenschutzes wollte sich der Sprecher nicht weiter zum konkreten Fall äußern. Wegen Misshandlungsvorwürfen in jüngerer Zeit hat das brandenburgische Jugendministerium zunächst einen Belegungsstopp für die Haasenburg-Heime ausgesprochen und drei Erzieher suspendiert. (dpa/apr)

comments powered by Disqus