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Radio Hamburg

Alkoholkonsum

Immer mehr Komasäufer in Deutschland

Hamburg , 11.12.2013
RHH - Expired Image

Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen geht zurück. Trotzdem gibt es immer mehr Alkohol-Patienten in den Kliniken.

Es gibt immer mehr junge Komasäufer in Deutschland. Auch 2012 landeten wieder Tausende nach dem Trinken in einer Klinik.

Es ist ein Trend unter Jugendlichen: Trinken bis zum Vollrausch. Jedes Jahr betrinken sich immer mehr bis zur völligen Besinnungslosigkeit und landen im Krankenhaus. Insgesamt waren 2012 mehr als 25.600 junge Menschen mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus – 0,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Wenn man allerdings die Zehn-Jahres-Entwicklung sieht fällt der Vergleich viel extremer aus: Wie DAK-Sprecher Rüdiger Scharf mitteilte, gab es eine Zunahme um fast 90 Prozent im Vergleich zu 2003.

Starker Anstieg im Osten

Wie die Bundesregierung im jüngsten Drogenbericht mitteilte, ist der Konsum von Rauschmitteln aller Art unter Jugendlichen zurückgegangen. Bei den 12- bis 17-Jährigen ist der regelmäßige Alkoholkonsum von 17,9 auf 14,2 Prozent gesunken. Allerdings gibt es eine kleine Gruppe, vor denen dieser Trend aber Halt macht. Besonders im Osten tranken 2012 im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr junge Menschen bis zur Ohnmacht. Den stärksten Anstieg gab es in Sachsen-Anhalt (plus 12,5 Prozent) und in Thüringen (plus 11,2 Prozent). Rückgänge wurden unteranderem in Bremen (minus 12,5 Prozent) und Hamburg (minus 0,5 Prozent) verzeichnet.

Dramatischer Anstieg der Alkoholpatienten

Die Daten beziehen sich auf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 20 Jahren, die nach dem Konsum von Alkohol in einer Klinik behandelt werden mussten. Laut der DAK liegen allerdings nur die Zahlen aus 14 Bundesländern vor, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland fehlen noch. Die endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamts für alle 16 Bundesländer werden in wenigen Wochen erwartet. 2011 waren bundesweit 26.350 Jugendliche volltrunken in eine Klinik gekommen. Das sind rund 16.830 mehr als zu Beginn der Erhebung durch das Statistische Bundesamt im Jahr 2000.

Mehr Alkoholprävention

DAK-Vorstand Herbert Rebscher erklärt die Zahlen so, dass es immer noch zu wenig Aufklärung über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs unter den Jugendlichen gibt und viele aus Leichtsinn handeln. Deshalb will die Kasse auch 2014 die Kampagne "Bund statt blau" erneut starten. Der Wettbewerb zur Alkoholprävention geht damit in die fünfte Runde. Rückhalt für die Aktion gibt es von der Bundesregierung und mehreren Landesregierungen. "Die Gründe, übermäßig viel Alkohol zu trinken, sind vielfältig und reichen von Stress in der Familie oder Schule und Gruppendynamik bis zum Runterspülen von Problemen und Sorgen", erklärte  Ministerpräsident Kretschmann. "Die negativen gesundheitlichen Folgen und Gefahren haben die Kinder und Jugendlichen selten im Blick."

Immer mehr alte Menschen betroffen

Das Rauschtrinken ist allerdings nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch bei älteren Menschen verbreitet. Mehr als jeder fünfte Mann und knapp zehn Prozent der Frauen zwischen 65 und 79 Jahren trinken regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit, wie das Robert-Koch Institut mitteilte.

Promillerechner

Wissen Sie eigentlich, wie viel Promille Sie nach dem Konsum von einem Glas Wein oder einem kleinen Aperitif haben? Oder ab wann Sie fahruntüchtig sind? Wenn nicht, können Sie es mithilfe des Online-Promillerechners schnell herausfinden. 

(dpa/fbu)

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