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Radio Hamburg

Reformen

Neue Prostitutionsgesetze

Berlin, 02.12.2013
Prostitution Prostituierte Rotlicht Nutte Steindamm

Nach zwölf Jahren ohne Gesetzesänderungen, sollen nun Reformen her.

Eine der ersten Amtshandlungen der großen Koalition, wird die Reform der Prostitutionsgesetzte sein. Härtere Strafen für Freier und mehr Kontrollen.

Eine der ersten Aufgaben, die die neue Regierung, bestehend aus Union und SPD, in Angriff nehmen will, ist die härtere Bestrafung von Zwangsprostitution.

Reformen der Prostitutionsgesetze

Freier in Deutschland, die wissentlich die Dienste von Zwangsprostituierten in Anspruch nehmen, drohen durch umfassende Reformen des Prostitutionsgesetzes künftig harte Strafen. Dies bestätigte am Montag (02.12.) die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig.

Die Reformen sind bei dem zwölf Jahre alten Gesetz längst nötig. Dazu zählen auch die Einführung von vermehrten Kontrollgängen von Bordellen und das Verbot von ausbeuterischen Praktiken wie "Flatrate-Sex".

Seit dem Jahr 2002 gilt in der Bundesrepublik eines der liberalsten Prostitutionsgesetze weltweit. Union und SPD planen jetzt zwar eine strengere Reglementierung, doch eine so weitgehende Reform wie in Frankreich steht nicht auf der Tagesordnung.

Problem der Nachweisbarkeit

 In Frankreich droht jedem Freier, der zu einer Prostituierten geht ein Bußgeld von mindestens 1500 Euro. In Deutschland sollen nur die Freier zur Verantwortung gezogen werden, die wissentlich Dienste von Zwangsprostituierten in Anspruch nehmen. Kritiker bemängeln, dass der Nachweis eines solchen Delikts nur schwer zu erbringen sei. Auch über die genaue Strafe muss noch diskutiert werden.

Manuela Schwesig betonte, unabhängig vom Problem der Nachweisbarkeit wäre ein solcher Straftatbestand ein "wichtiges Zeichen". Das Recht müsse auch Maßstäbe festlegen, was in der Gesellschaft geboten und was verboten sei. Widmann-Mauz, die das Vorhaben in der AG Familien und Frauen mit ausgehandelt hatte, ergänzte, viele Männer würden sich mehr Gedanken über die erbrachte Dienstleistung machen, wenn sie wüssten, dass sie auch dafür belangt werden können.

(vun/dpa)

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