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Radio Hamburg

Haasenburg

Vorwürfe gegen Heime - Hamburg will Gremium

Potsdam/Hamburg , 15.07.2013
Haasenburg Heim in Brandenburg

Eines der Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH in Brandenburg.

Eine Untersuchungskommission geht den Misshandlungsvorwürfen von Jugendlichen in Haasenburg-Heimen nach. Hamburg will eine Aufsichtskommission.

Angesichts der Misshandlungsvorwürfe in brandenburgischen geschlossenen Heimen will Hamburg eine Aufsichtskommission einrichten, berichtet das "Hamburger Abendblatt" in seiner Montagausgabe. Die fünf Mitglieder würden sich um die aus Hamburg stammenden Jugendlichen kümmern, die in einem der drei Heime der Haasenburg GmbH untergebracht seien, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) dem Blatt. Die dafür notwendige Sitzung der Behörden-Deputation sei vorgezogen geworden. "Die Kommission wird am 23. Juli berufen", sagte Scheele.

Hintergrund sind Vorwürfe von Jugendlichen, sie würden in den Haasenburg-Heimen drangsaliert und gequält. Anfang Juli waren drei Jugendliche von dort geflohen, zwei sind inzwischen zurückgekehrt. Unklar ist, ob die beiden ihre Vorwürfe gegen Erzieher und Betreuer inzwischen zurückgezogen haben. Ihr Anwalt Rudolf von Bracken wies am Wochenende entsprechende Berichte zurück. Laut Sozialsenator Scheele gibt es gegenwärtig keine Anzeichen, dass aus Hamburg stammende Jugendliche in den Heimen gefährdet seien. Man wolle aber mit der Einrichtung der zusätzlichen Aufsichtskommission für mehr Transparenz sorgen. "Die Mitglieder haben freien Zugang zu den Heimen und erhalten alle Informationen", sagte Scheele.

Aufsichtskommission als Ansprechpartner für Hamburger Heimkinder

Die Jugendlichen könnten sich an die Kommission wenden. "Das Gremium wird aber auch einmal in der Legislaturperiode einen Bericht an die Bürgerschaft erstellen." Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch (SPD) lehnte unterdessen eine sofortige Schließung der Haasenburg-Heime nach den Misshandlungsvorwürfen ab. Die Frage sei, was dann mit den dort untergebrachten jungen Menschen passieren könne, sagte die Ministerin am Sonntag dem Radiosender NDR Info. Eine von Münch eingesetzte Kommission untersucht, wie das Konzept der Heime zu bewerten ist. Ende des Jahres werde mit Ergebnissen gerechnet, so die Ministerin. Sie hoffe, dass an den neuen Vorwürfen nichts mehr dran sei, sagte Münch.

Kritik sei überwiegend in den vergangenen Jahren - noch vor 2010 - erhoben worden. Damals seien Auflagen und Beschäftigungsverbote erteilt worden. Die gegenwärtige Suspendierung von Mitarbeitern stünde in Zusammenhang mit neuen Anschuldigungen von drei Jugendlichen. (dpa/apr)

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